22.10.2021 14:13 |

„Krone“-Geburtstag

Corona und mehr: Ein Jahr voller großer Ereignisse

Vor 365 Tagen schlug die „Krone“ im Herzen von Eisenstadt ihre Zelte auf. Viel ist passiert. Das Corona-Virus, Burgenlands 100. Geburtstag, verlorene Bank-Millionen sorgen bis heute für reichlich Gesprächsstoff

Schon am ersten Tag im neuen Redaktionsbüro in der Hauptstraße 22a in Eisenstadt ging es Schlag auf Schlag. Während manche Lehrer aus Schutz vor Corona die Schüler bei offenen Fenstern in der Klasse frieren und bei Eltern die Alarmglocken schrillen ließen, sorgte die „Prügel-Affäre“ um einen Chefarzt der burgenländischen Polizei für Aufsehen. Mit fast zwei Promille im Blut war der aus Niederösterreich stammende „Herr Doktor“ in einer Café-Bar im Bezirk Baden aufdringlich geworden. Eine 32-Jährige, die seine Annäherungsversuche abgewehrt hatte, bekam die Faust des verschmähten Alko-Casanovas ins Gesicht. Anklage!

Terrornacht in Wien
Voll im Gang waren bereits die teils hitzigen Debatten im U-Ausschuss zum desaströsen Commerzialbank-Skandal, als die Terrornacht von Wien ganz Österreich erschütterte. „Ich habe noch immer Gänsehaut, wenn ich daran denke. Plötzlich liefen Passanten in Panik kreuz und quer“, erzählte Ernst Steindorfer aus Apetlon nach den schockierenden Erlebnissen vom 2. November 2020. Der Winzer war in der Wiener Innenstadt, als die Schüsse fielen.

Nur drei Tage später trat Finanzminister Gernot Blümel in Eisenstadt als einer der ersten Zeugen vor den U-Ausschuss zur Bankpleite. Der Skandal sei burgenländischer Natur, seine Vorladung ein Politikum, so Blümels Fazit. Die wichtigste Frage blieb unbeantwortet: „Wo sind die Millionen, Herr Pucher?“

Mit einem Paukenschlag begann 2021. „Alles Gute, Burgenland“, posaunten die Wiener Philharmoniker beim Neujahrskonzert aus. Mit weltberühmten Klängen wurde zum 100-Jahre-Jubiläum des jüngsten Bundeslandes gratuliert, ein Millionen-TV-Publikum auf allen Kontinenten hörte zu. Ehrenvolle Würdigungen großer historischer Momente begleiten uns noch die restlichen Wochen von 2021.

Verlorene Bank-Millionen und andere Skandale
Schwerer Betrug, Fake-Kredite, Schwarzgeldtransfers, dubiose Geschenke - die Liste der Vorwürfe ist im Laufe des U-Ausschusses immer länger geworden, so wie die Liste der Beschuldigten. Vom Ex-Bankchef Martin Pucher war - unter Tränen - nicht viel zu erfahren. „Schrecklich, was da alles passiert ist.“ So kommentierte das Finanzfiasko eine frühere Vorständin. In trauriger Erinnerung sind Puchers Worte: „Tut mir leid, ich habe die Bank ruiniert.“

Der jüngste dramatische Höhepunkt: Aus zwei Tresoren in der Landespolizeidirektion in Eisenstadt sind mehr als 60.000 € gestohlen worden. Anfangs hieß es intern, dass es beschlagnahmtes Geld in der Causa Commerzialbank gewesen sei, später war offiziell in Wien von Drogengeld die Rede. Aufregend, spannend, interessant – so wird es weitergehen, stets mit der „Krone“ direkt vor Ort.

Karl Grammer
Karl Grammer
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