21.10.2021 11:29 |

Große VCÖ-Analyse

Fast zwei Drittel der Steirer nutzen „Öffis“

Fast zwei Drittel der Steirer nutzen zumindest gelegentlich die Öffentlichen Verkehrsmittel. Dies ergab eine großen Analyse des VCÖ (Verkehrsclub Österreich). Im Bundesländervergleich liegt die Steiermark damit im Mittelfeld. Luft nach oben ist zweifellos vorhanden: Nur 20 Prozent der Steirer nutzen Bus, Bim & Co. nämlich täglich. In Wien sind es nämlich etwa stolze 71 Prozent.

Der Öffentliche Verkehr ist für viele Österreicher ein zentrales Verkehrsmittel. Die aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Statistik Austria zeigt, dass vor der Pandemie (2019) bereits 4,84 Millionen Personen über 15 Jahren zumindest gelegentlich mit den Öffis unterwegs sind - 2,14 Millionen nutzen öffentliche Verkehrsmittel täglich oder mehrmals die Woche. Dazu kommen noch Kinder und Jugendliche, die damit etwa zur Schule fahren.

In der Steiermark fahren 63 Prozent der über 15-Jährigen zumindest ab und zu mit Bus, Bim & Co. Damit liegt man im Bundesländervergleich im Mittelfeld. An der Spitze steht Wien mit 93 Prozent, in Vorarlberg sind es stolze 74 Prozent, es folgen dann Salzburg und Tirol mit jeweils 67 Prozent. Schlusslicht ist hier das Burgenland mit einer Öffi-Nutzung von nur 40 Prozent.

Klimaticket als zusätzlicher Anreiz
„Die Jahresnetzkarten sind für Pendlerinnen und Pendler ein starker Anreiz vom Auto auf Öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. So kann man trotz steigender Spritpreise die eigenen Mobilitätskosten stark reduzieren“, freut sich VCÖ-Ecperte Michael Schwendinger über die Einführung des Klmaticket Österreich mit 26. Oktober. Wer beispielsweise von Leoben nach Graz pendelt zahlte bisher 1.626 Euro, das Klimaticket Österreich ist mit 1.095 Euro deutlich günstiger. Und wer bis 31.Oktober das Klimaticket bestellt, zahlt nur 949 Euro.

Braucht weiteren Öffi-Ausbau
Große Unterschiede gibt es auch bei der Häufigkeit der Öffi-Fahrten. In Wien fuhren 2019 71 Prozent der Bevölkerung täglich oder mehrmals die Woche mit den Öffis, in Vorarlberg waren es 29 Prozent, in Salzburg und Tirol jeweil 21 Prozent und in der Steiermark 20 Prozent. Schlusslicht ist hier Kärnten mit einem Anteil von gerade einmal acht Prozent. Das Angebot bestimmt die Nachfrage. Auch beim Öffentlichen Verkehr. Punkto Preis ist das Angebot nun österreichweit sehr gut. Nun geht es darum, dass es auch bei der Dichte des Netzes und der Häufigkeit der Verbindungen es österreichweit ein sehr gutes Angebot gibt", betont VCÖ-Experte Schwendinger. Aus seiner Sicht braucht es jetzt auch mehr Bahn- und Busverbindungen vom Umland in die Städte.

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