Rechnungshofbericht

Zu viele „Karteileichen“ an der Universität Graz

Steiermark
08.10.2021 14:21

Nur etwas mehr als 60 Prozent der Studierenden an der Uni Graz gelten als „prüfungsaktiv“, beim Rest geht im Studium wenig bis gar nichts voran: Das sieht der Rechnungshof, der sich die größte Hochschule der Steiermark unter die Lupe genommen hat, kritisch. Die Grazer Uni will die Quote deutlich erhöhen.

Mit der hohen Anzahl an „Karteileichen“ unter den Studenten stehen die Grazer nicht alleine dar, die Quote ist laut Rechnungshof in ganz Österreich ähnlich. Man arbeite „seit 2013 systematisch an Maßnahmen zur Erhöhung der Prüfungsaktivität“, heißt es von der Uni zur „Krone“. Im Studienjahr 2020/21 gab es bereits eine Steigerung um etwa fünf Prozent, Rektorat und Fakultäten arbeiten nun im Herbst an weiteren Schritten.

Betont wird aber auch: „Nicht alle Faktoren, die Auswirkungen auf ein aktives Studieren haben, sind von der Universität beeinflussbar. Zudem sind durch die Gesellschaft und den Gesetzgeber auch widersprechende Aktivitäten im Sinne eines freien Bildungszugangs (Mehrfach-Inskriptionen) sowie Erwerbstätigkeit parallel zum Studium gewünscht bzw. werden forciert.“

Zahl der Studienabschlüsse geht zurück
Der Rechnungshof stellte in seiner Überprüfung auch einen Rückgang der Studienabschlüsse von 2014 bis 2019 um fünf Prozent fest. Seitdem gab es wieder eine leichte Steigerung, halten die Grazer in ihrer Stellungnahe fest.

Ein kritischer Blick galt auch der Betreuungsrelation: Auf einen Lehrenden kommen in Graz 47 Studierende. Der Zielwert liegt bei 40 (Geistes-, Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften) bzw. 25 (Naturwissenschaften). Um das zu erreichen, müsste die Finanzierung der Unis ausgebaut werden, so die Uni Graz - derzeit seien nur kleine Verbesserungsschritte möglich.

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