05.10.2021 07:30 |

Neues Semester

Corona überschattet den Uni-Start in Graz

Ohne Impfung oder Test kein Eintritt! Das ist nur eine der Regeln fürs neue Semester, damit die Studenten an ihre Hochschule dürfen. Das einst unbeschwerte Universitätsleben ist mit der Pandemie aufwändiger geworden – die jungen Steirer freuen sich dennoch darauf.

Ungewöhnlich reges Treiben am Campus der größten steirischen Universität. Worüber man 2019 nur gescherzt hätte, ist 2021 zum Studenten-Alltag geworden: Nasenabstrich im Container, eine Zutritts-Scheckkarte mit Auskunft über den Impf- oder Gesundheitsstatus, die Schutzmaske darf nur beim Reden abgenommen werden. Maßnahmen, die viele Studenten im vierten Pandemie-Semester zurück an ihren Ausbildungsort bringen – und für ein erstes Durchatmen sorgen.

Fragt sich, wie lange? Harald Kainz, Rektor der Technischen Universität Graz, zeigt sich optimistisch: „Wir haben eine günstige Situation bei den Covid-Infektionen. An der Uni haben wir außerdem viele Maßnahmen, und 80 Prozent der Studenten in der Steiermark sind bereits geimpft.“

Die TU Graz setzt, so wie viele andere Hochschulen, im neuen Semester wieder vermehrt auf Präsenzlehre. Die Studenten stimmt das positiv: Viele freuen sich darauf, endlich Gleichgesinnte kennenzulernen, das Studentenleben zu genießen. Manche sind auch einfach von der Online-Lehre genervt, weil sich „manche Vortragende keine Mühe geben“. Der ÖH-Vorsitzende der Uni Graz, Kilian Posch, bestätigt das: „Die Rückkehr an die Uni ist enorm wichtig, gerade für die mentale Gesundheit: sich fachlich austauschen, aber auch gemeinsam einen Kaffee trinken gehen.“ Gleichzeitig solle man, laut Posch, manches aber beibehalten: „Vorlesungen ohne Anwesenheitspflicht sollten weiterhin aufgezeichnet und online verfügbar sein. Studierende können damit für ihre Prüfung besser lernen.“

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Hier zu sein, ist soviel besser als daheim. Im Vorjahr habe ich nur fünf von 230 Leuten gekannt. Vor Ansteckungen habe ich keine Angst: An der Uni sind wir sicherer als beim Fortgehen.

Marlena Schwarzenberger (22), Studentin

Viele Hochschüler hoffen, nun mehr beachtet zu werden, die Politik habe sie ignoriert. Eine Studentin fände es „frech, dass Fitnessstudios bereits geöffnet hatten und auf der Uni noch immer vor dem Bildschirm gelehrt wurde“. Eine andere meint, sie habe weniger Kurse machen können. Sie arbeite auch neben dem Studium und könne sich nicht ewig auf ihre Eltern verlassen.

Kainz meint dazu: „In den Medien waren andere Bereiche stärker, das hat den Unis nicht geschadet. Nun, wenn der Scheinwerfer auf uns liegt, können wir zeigen, wie gut wir die Herausforderung gemeistert haben.“

Christina Koppelhuber
Christina Koppelhuber
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