30.09.2021 15:13 |

Lockdown verhindern

Umfrage: Führungskräfte im Zweifel für Impfpflicht

Eine deutliche Mehrheit der österreichischen Führungskräfte spricht sich für eine Covid-Impfpflicht aus, wenn ein weiterer großflächiger Lockdown droht. Zu diesem Ergebnis kommt eine Online-Umfrage des Unternehmensberaters Deloitte unter 222 Managern. Fast die Hälfte der Befragten befürwortet eine Impfpflicht, mehr als ein Viertel antwortete mit „eher ja“. Die Befragung wurde Ende August durchgeführt.

Sechs Prozent der befragten Führungskräfte wollten sich bei der Frage der Impfpflicht nicht festlegen, neun Prozent sagten „eher nein“ und zehn Prozent waren dagegen. „Die Umfrageergebnisse sprechen für sich - heimische Führungskräfte wollen erfolgreich wirtschaften und einen Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie leisten“, sagte Deloitte-Österreich-Chef Harald Breit am Donnerstag. 1G sei „für die Wirtschaft ein gangbarer Weg“, es bräuchte aber noch entsprechende arbeitsrechtliche Rahmenbedingungen.

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Heiße Kartoffel
Keine Parlamentspartei befürwortet derzeit eine Covid-Impfpflicht, in vielen Gesundheitseinrichtungen ist aber bei Neueinstellungen ein Impfnachweis vorgesehen. Zahlreiche andere Unternehmen würden es begrüßen, wenn alle Mitarbeiter geimpft wären. Das werde aber unter anderem aufgrund des Arbeitskräftemangels nicht verlangt, so die Deloitte-Interpretation.

3G-Pflicht wird konkreter
Derzeit laufen zwischen Gesundheits- und Arbeitsministerium sowie Sozialpartnern Gespräche um eine 3G-Regel (geimpft, getestet, genesen) am Arbeitsplatz. Bei 69 Prozent der befragten Führungskräfte gibt es bereits eine 3G-Pflicht im Unternehmen, bei 41 Prozent herrscht Maskenpflicht in Besprechungs- und Sozialräumen und bei 16 Prozent müssen Masken am Arbeitsplatz getragen werden.

1G bei 15 Prozent der befragten Unternehmen
Eine 1G-Regel (vollständig geimpft oder genesen und einmal geimpft) gibt es bei 15 Prozent der Befragten, bei zehn Prozent wurden bisher keine speziellen Vorkehrungen getroffen und bei sieben Prozent wird getestet. Eine 3G-Regel im Unternehmen sei verständlich, weil sich Mitarbeiter - etwa in Großraumbüros - „sicherer fühlen“, sagte Deloitte-Chef Breit. Ohne 3G würden viele Beschäftigte lieber im Homeoffice arbeiten.

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