Erste Liga

Admira baut Tabellenführung mit Kantersieg aus

Fußball
25.02.2011 22:35
Die Admira hat einen optimalen Start in die Frühjahrssaison hingelegt. Der Erste-Liga-Tabellenführer deklassierte den Vorletzten Gratkorn am Freitagabend auswärts mit 6:0 (2:0) und baute den Vorsprung auf Verfolger Altach, dessen Heimpartie der 22. Runde gegen die Vienna witterungsbedingt verschoben wurde, auf sechs Punkte aus. Die Niederösterreicher begannen die Saison damit ähnlich erfolgreich, wie sie den Herbstdurchgang (5:1 gegen St. Pölten) beendet hatten.

Dank Treffern von Rene Schicker (7.), Benjamin Sulimani (20.), Patrik Jezek (49.), Stefan Schwab (54.), Stephan Palla (70.) und Froylan Ledezma (79.) feierte die Admira vor nur 400 Zuschauern den dritten Zu-Null-Saisonerfolg gegen die Steirer. Die ersten beiden Saisonpartien waren jeweils mit einem 3:0-Sieg zu Ende gegangen.

Die Truppe von Coach Dietmar Kühbauer übernahm bei starkem Wind auf dem Gratkorner Kunstrasen von Beginn an die Initiative und sorgte auch schnell für die Vorentscheidung. Bernd Windisch traf mit einem Abschlag genau Schicker, der am herauseilenden Gratkorn-Goalie Markus Beer vorbeizog und zum 1:0 einschoss (7.). 13 Minuten später schob Admiras Toptorschütze Sulimani nach einer Kombination über Ledezma und Schwab aus elf Metern ohne Mühe zum 2:0 ein (20.), es war bereits der 17. Saisontreffer für den 22-Jährigen.

Nach dem Seitenwechsel wurde die Überlegenheit der Südstädter noch deutlicher, was sich auch im Ergebnis niederschlug. Nach einer Plassnegger-Flanke und einer Sulimani-Kopfball-Weiterleitung traf der am langen Eck ungedeckte Jezek mit einem Linksschuss zum 3:0 (49.). Dem noch nicht genug trug sich auch Neo-Mittelfeldspieler Schwab in die Schützenliste ein, der Ex-FC-Lustenau-Kicker war nach einem Jezek-Corner per Kopf zur Stelle (54.). Palla (70.) und Ledezma (79.) mit einem verwandelten Foulelfmeter sorgten noch für den höchsten Saisonsieg der Admira. Für die Gratkorner, die weiterhin in der Ersten Liga gegen die Südstädter sieglos sind, wurde nur Joachim Parapatits mit einem Stangenschuss gefährlich (53.).

WAC weiterhin siegreich
Der WAC/St. Andrä hat das Aufsteiger-Duell mit dem SV Grödig knapp mit 2:1 (1:1) für sich entschieden. Die Wolfsberger setzten damit ihren Erfolgslauf mit dem vierten Sieg in Folge fort und zogen in der Tabelle nach der 22. Runde punktemäßig mit der drittplatzierten Austria Lustenau gleich.

Trotz des gefrorenen Bodens in der Lavanttal-Arena entwickelte sich vor 1.000 Zuschauern eine flotte Partie zwischen WAC und Grödig. Manuel Kerhe traf nach Zuspiel des starken Marco Reich überlegt ins lange Eck zum 1:0 (11.). Die Salzburger hatten vor der Pause eine leichte Feldüberlegenheit und kamen auch schnell zum Ausgleich. Nenad Jovanovic foulte Mersudin Jukic im Strafraum, und der Gefoulte selbst verwandelte den Strafstoß souverän zum 1:1 (27.). Jovanovic hatte bereits vor dieser Aktion die Gelbe Karte gesehen und daher Glück, nicht vorzeitig ausgeschlossen zu werden.

Nach dem Seitenwechsel war der WAC kompakter und schaffte auch nicht unverdient die Entscheidung. Nach einer Flanke von Dario Baldauf setzte Sandro Gotal einen Kopfball über Grödig-Goalie Eisl hinweg zum 2:1 ins Netz (58.). Die auswärtsschwachen Grödiger drückten vor allem nach der Einwechslung von Herwig Drechsel und Diego Viana (beide 66. Minute) auf den neuerlichen Ausgleich, blieben aber im Abschluss glücklos.

Hartberg souverän
Hartberg ist mit einem 3:1-(2:0)-Erfolg beim FC Lustenau ins Frühjahr der Liga gestartet. Am Freitag war Edmir Adilovic der Mann des Abends, der die zwei frühen Treffer von Rodler (11.) und Friesenbichler (12.) innerhalb von kaum mehr als 30 Sekunden vorbereitete und den klaren Erfolg schließlich in der zweiten Hälfte selbst vollendete (69.). Dank des zweiten Sieges in Folge zogen die Steirer punktemäßig mit Gratkorn gleich. Die Lustenauer hingegen warten bereits seit sechs Runden auf einen Sieg, holten in dieser Phase lediglich einen Punkt.

Hartberg bestimmte das Geschehen im Reichshofstadion von Beginn an, profitierte dabei auch von den Ausfällen der Lustenauer Defensivstammkräfte Schösswendter, Eisele und Kobleder. Erst traf Rodler nach einem Eckball per Kopf, nur wenige Sekunden später nützte Adilovic einen schweren Abwehrschnitzer der noch geschockten Hausherren und bediente Neuverpflichtung Friesenbichler, der sein erstes Tor im Hartberg-Dress erzielte.

Auch nach dem Seitenwechsel agierten die Gastgeber harmlos, Harun Erbek vergab in der zweiten Hälfte die vorläufig einzige Chance der Hausherren stümperhaft. Nachdem Adilovic per Abstauber das 3:0 erzielt hatte, gelang Seeger erst in der Nachspielzeit das bedeutungslose Ehrentor

St. Pölten gegen zehn Lustenauer nur 1:1
Der SKN St. Pölten hat zum Start der Frühjahrssaison gleich zwei Punkte leichtfertig verspielt. Die Niederösterreicher führten gegen Austria Lustenau dank eines Fröschl-Treffers in der 70.Minute mit 1:0, kassierten aber gegen zehn Vorarlberger durch Kampel noch den Ausgleich zum 1:1-Endstand. St. Pölten ist dennoch seit dem Saisonauftakt am 12. Juli gegen die Admira (1:4) zu Hause ohne Niederlage.

Die im Spieltag per Bus angereisten Vorarlberger hatten keineswegs müde Beine und sorgten zunächst für eine offene Partie. Soares hatte auch die erste große Chance, in seiner nächsten Aktion allerdings schwächte er sein Team. Soares streckte Popp mit einer rüden Attacke nieder und wurde von Schiedsrichterin Schett mit Rot in die Kabine geschickt. Danach übernahm St. Pölten das Kommando und erspielte sich gegen Ende der ersten Hälfte Chancen fast im Minutentakt. Entlastungsangriffe brachten die Gäste aus Vorarlberg kaum noch zustande.

So ging es auch nach der Pause weiter: St. Pölten drückte und erspielte sich viele Chancen, blieb aber lange ohne Erfolg im Abschluss. Nachdem Boller eine der ganz wenigen großen Lustenauer-Chancen vergeben hatte, schlug Thomas Fröschl aber doch zu. Der Torjäger, der in der 52. Minute den Ball aus fünf Metern nicht im leeren Tor untergebracht hatte, köpfelte eine Lenko-Flanke zu seinem zehnten Saisontor ein. Doch in der Drangphase der Lustenauer in der Schlussphase sorgte Kampel noch für den Ausgleich.

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(Bild: KMM)



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