05.08.2021 10:42 |

Seitenhieb gegen Union

D: Grüne schneiden Männer aus Gruppenfoto heraus

„Als Bundesvorsitzende kämpfen Annalena Baerbock und Robert Habeck Tag für Tag für unsere Ideen“, so heißt es auf der Website der Grünen über das „starke Team“, das sich für den bevorstehenden Wahlkampf rüstet. Doch auf dem neuesten Gruppenfoto der Partei ist nicht nur Habeck nicht zu sehen - auch andere kandidierende Männer wurden einfach herausgeschnitten. Das sorgte in sozialen Netzwerken für spitze Kommentare und Debatten.

Auf dem Foto zu sehen: Sechs Grünen-Spitzenkandidatinnen im Bund und im Land Berlin. Darunter auch Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock und die Spitzenkandidatin für die Berliner Abgeordnetenhaus-Wahl, Bettina Jarasch. Von „alten Männern“ weit und breit keine Spur, die Zurschaustellung von Weiblichkeit steht hier klar im Fokus.

„Während sich auf den Gruppenfotos der Union wieder alte Männer zusammendrängen ...“, so lautet der Kommentar unter dem Bild - ein klarer Seitenhieb auf die CDU/CSU. Allerdings wurde später bekannt, dass auf dem Ursprungsfoto die Frauengruppe rechts und links von Männern eingerahmt war - die aber vor der Veröffentlichung weggeschnitten wurden, berichtet die Tageszeitung „Welt“.

„Niemand sollte versteckt werden“
Kommentare und Diskussionen blieben natürlich nicht aus, daran konnte auch die Erklärung der Partei für das Weglassen der Herren nichts ändern: „Der Tweet soll hervorheben, wie gestern eben diese Personen für einen Moment lang nebeneinander standen. Das war nämlich sehr schön zu sehen. Zugeschnitten sind sie besser zu erkennen. Damit soll niemand versteckt werden. Um die drumherum geht es im Tweet schlicht nicht“, so ist die Partei auf Twitter um Schadensbegrenzung bemüht.

Mit dieser Rechtfertigung wollen sich viele User nicht zufrieden geben. Es hagelte kritische und ironische Kommentare.

Ob den Grünen dieses Foto im Wahlkampf geholfen hat? Seit Wochen sorgen Diskussionen rund um Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock - wegen verspätet gemeldeter Nebeneinkünfte, Ungenauigkeiten bei ihrem Lebenslauf und einer Plagiatsdiskussion rund um ihr Buch „Jetzt: Wie wir unser Land erneuern“ - für schlechte Publicity.

Dabei kämpfe man „für das historisch beste grüne Ergebnis aller Zeiten und die Führung in der nächsten Regierung. Für ein klimaneutrales, gerechteres Morgen für alle! Für zukunftsfähigen Wohlstand und eine vielfältige Gesellschaft in einem handlungsfähigen Europa!“, wirbt die Partei auf der Website für Stimmen.

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