13.07.2021 11:13 |

SPÖ-Streit geht weiter

Doskozil zu Vorwürfen: „Das ist die reinste Posse“

Eigentlich wurden im Rahmen einer Pressekonferenz am Dienstagvormittag die neuen Tourismuschefs für das Nord-, Mittel- und Südburgenland präsentiert. Beherrschendes Thema war allerdings der Streit zwischen SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner und Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, der seit Montagabend um eine Facette reicher ist. Den Vorwurf von Rendi-Wagner, Doskozil sei „unehrlich und inkonsequent“, wies der Landeshauptmann aufs Schärfste zurück: „Das ist schlichtweg falsch.“

Nach dem Puls-4-Sommergespräch der SPÖ-Chefin, in dem sie Doskozil als „inkonsequent“ bezeichnete, gingen die Wogen innerhalb der Partei hoch. Die Vorwürfe, er habe der Parteichefin in einem persönlichen Telefonat erklärt, er würde sich nicht zu dem tragischen Tod einer 13-Jährigen äußern, wies der Landeshauptmann zurück: „Das ist schlichtweg falsch. Als Landeschef werde ich mich immer zu wichtigen Themen wie Migration äußern.“

Streit auf „Kindergartenniveau“
Die gesamte Diskussion bezeichnete Doskozil als Posse. „Es ist ein starkes Stück, mir Inkonsequenz vorzuwerfen“, so Doskozil. Er sei die ständige Auseinandersetzung leid. Insbesondere, dass ihm zuletzt von verschiedenen Parteifunktionären in Wien nahegelegt worden sei, seine Funktion „ruhend zu stellen“, sei „vollkommen überzogen und unverständlich“.

Dass der Streit innerhalb der Partei nun auf eine persönliche Ebene gezogen wurde, bedauert Doskozil, hält aber ebenfalls fest: „Dieses Wer-hat-was-in-einem-Telefonat-gesagt ist eine Diskussion auf Kindergartenniveau. Eine inhaltliche Auseinandersetzung insbesondere nach dem Bundesparteitag wäre nun wichtiger, immerhin stehen demnächst Wahlen in Oberösterreich an.“

Zukunft der SPÖ?
Auf die Frage, ob Pamela Rendi-Wagner die Richtige an der Spitze der SPÖ sei, antwortete Doskozil: „Sie wurde gewählt und ist damit die Richtige. Die Frage stellt sich damit nicht.“

Er selbst habe keine nahen Zukunftspläne innerhalb der Bundespartei: „Ich bin im Burgenland gewählt. Die Frage des Bundesparteiobmanns stellt sich für mich nicht.“

Wie es nach den nächsten Wahlen im Burgenland 2025 aussehen wird, bleibt abzuwarten.

Carina Lampeter
Carina Lampeter
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