Auf Kärnten-Besuch

Van der Bellen: „Keine Zukunft für Atomkraft“

Kärnten
10.07.2021 06:39

Grüne Technologien aus Kärnten statt slowenisch-kroatischer Atomkraft: Bundespräsident Alexander Van der Bellen begab sich Freitag bei seinem Kärnten-Besuch auf ökologische Mission. Gemeinsam mit Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) entsteht eine neue Achse im Kampf gegen das Hochrisiko-Atomkraftwerk Krško.

Selbstfahrende Elektro-Shuttles, smarte Straßenlaternen, Drohnen im Umwelteinsatz und intelligente Bienenstöcke: Im Innovationsraum „SEE:Port“ in Pörtschach zeigte sich Van der Bellen Freitag begeistert vom Kärntner Innovationsgeist, grünen Technologien und unserer Vorreiterrolle beim autonomen Fahren.

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Die Atomkraft kann und darf keine Zukunft haben. Krško darf nicht zum nächsten Tschernobyl werden.

Landeshauptmann Peter Kaiser

Walter R. Prutej, Albert Kreiner mit Öko-Start-up „Beesaver“. (Bild: Rojsek-Wiedergut Uta)
Walter R. Prutej, Albert Kreiner mit Öko-Start-up „Beesaver“.

Die Zeit mit Landeshauptmann Kaiser nutzte der Bundespräsident, um sich gemeinsam gegen den altersschwachen „Erdbeben-Reaktor Krško“ in unserer unmittelbaren Nachbarschaft zu formieren, der trotz massiver Sicherheitsbedenken weitere 20 Jahre „strahlen“ soll.

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Es gibt keine sicheren AKW. Ich verstehe die Sorgen gegenüber dem geplanten Weiterbetrieb des AKW Krško sehr gut.

Bundespräsident Van der Bellen

Bundespräsident VdB mit Ehefrau und LH Kaiser in Pörtschach. (Bild: Rojsek-Wiedergut Uta)
Bundespräsident VdB mit Ehefrau und LH Kaiser in Pörtschach.

Van der Bellen: „Es gibt keine sicheren Atomkraftwerke. Ich verstehe die Sorgen gegenüber dem geplanten Weiterbetrieb des slowenisch-kroatischen AKW Krško sehr gut. Dass jetzt zumindest eine umfassende Umweltverträglichkeitsprüfung für eine Laufzeitverlängerung stattfindet, an der sich die österreichische Bundesregierung beteiligt, ist ein erster Schritt und wichtig, da die österreichische Bevölkerung unmittelbar betroffen ist.“

Alleine mit Diplomatie wird sich das Atomrisiko an der Grenze wohl dennoch nicht verhindern lassen. „Energiepolitische Entscheidungen liegen gemäß EU-Recht in der Souveränität jedes Mitgliedsstaates“, winkt auch der Bundespräsident entschieden ab.

Thomas Leitner
Thomas Leitner
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