Nach Mädchenmord

Doskozil: „Erwarte mir klares Zeichen der SPÖ“

Burgenland
01.07.2021 06:02

Eigentlich hatte Hans Peter Doskozil jüngst angekündigt, bundespolitisch leisezutreten - die Debatte nach dem Wiener Mädchenmord veranlasste ihn nun aber, auch von seinen Genossen im Bund mehr Härte in puncto Migration zu verlangen. An der ÖVP übt der Rote harte Kritik, einmal mehr fordert er Asylverfahren außerhalb Europas.

Corona hin oder her, mit dem grausamen Mord an einem Mädchen, mutmaßlich begangen von afghanischen Flüchtlingen, hat die Asyldebatte wieder Einzug in der heimischen Politik gehalten - und mit ihr auch die zugehörige Positionierungsfrage innerhalb der SPÖ.

An diesem Baum war die Leiche des Mädchens abgelegt worden. Trauernde brachten Blumen und Kerzen. (Bild: Andi Schiel)
An diesem Baum war die Leiche des Mädchens abgelegt worden. Trauernde brachten Blumen und Kerzen.

Trotz seines Rückzuges aus Funktionen in der Bundespartei meldete sich nun Doskozil zu Wort: Er fordert ein „klares Zeichen der Sozialdemokratie und vollkommene Kooperation mit den regierenden Parteien bei einer konsequenten Migrationspolitik“, wie er zur „Krone“ sagt - und mehr noch: Den umstrittenen Vorschlag der SPÖ, den Zugang zur Staatsbürgerschaft zu erleichtern, würde er in gewissen Punkten gerne „nochmals breit diskutieren“, das Ansinnen sei „kurz vor einem Parteitag bei vielen Menschen missverständlich angekommen“.

Doskozil für „rigorose“ Abschiebungen
Einmal mehr verlangt Doskozil „rigorose“ Abschiebungen und Asylverfahren außerhalb der Europäischen Union, „dann werden solche Fälle verhindert und die Schlepperkriminalität unterbunden“, sagt er. „Wer nach einer solch abscheulichen Tat die uneingeschränkte Willkommenskultur verteidigt, agiert gegen die in Österreich lebenden Menschen“, so Doskozil.

(Bild: P. Huber)

Harte Kritik fasst hier die ÖVP aus: „Es ist bezeichnend für die Migrationspolitik der ÖVP“, sagt der rote Landeshauptmann, „wenn ein gut integriertes Mädchen in einer Nacht- und Nebelaktion abgeschoben wird und ein straffälliger Afghane im Land bleibt.“

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