Reaktion auf Expansion

Protest gegen Familypark: „Wollen kein Disneyland“

Burgenland
14.01.2026 06:00

Der „Familypark“ im burgenländischen St. Margarethen ist der größte Vergnügungspark Österreichs. Trotzdem soll er massiv erweitert werden. Mit einer Petition stellen sich zwei Rusterinnen gegen die Expansion. Nun zählt jede Unterschrift.

Mit den Worten „Wir sind gekommen, um zu bleiben“ kündigte Familypark-Chef Filip de Witte Ende des Vorjahres eine große Erweiterung an. Um die Besucherzahl um 15 bis 20 Prozent zu steigern, sind neue Attraktionen geplant. Zudem soll der Vergnügungspark in St. Margarethen von elf auf 19 bis 20 Hektar fast verdoppelt werden. Vom Mutterkonzern in Paris gibt es auch bereits grünes Licht, um gegenüber des Parks eine Beherbergungszone zu entwickeln, hieß es.

„Wird das Expansionsprojekt umgesetzt, droht ein Verkehrschaos“, befürchten die Petentinnen ...
„Wird das Expansionsprojekt umgesetzt, droht ein Verkehrschaos“, befürchten die Petentinnen Sabine Rieder (o.) und Claudia Triebaumer.(Bild: zVg)
Der Weinbäuerin Claudia Triebaumer ist besonders wichtig, dass nicht noch mehr Boden versiegelt ...
Der Weinbäuerin Claudia Triebaumer ist besonders wichtig, dass nicht noch mehr Boden versiegelt wird.(Bild: zVg)
Die Erweiterung des „Familyparks“ im Burgenland polarisiert. Die einen freuen sich auf noch mehr ...
Die Erweiterung des „Familyparks“ im Burgenland polarisiert. Die einen freuen sich auf noch mehr Attraktionen, den anderen sind der Erhalt von Flora und Fauna wichtiger.(Bild: Staudinger Franke)

Laut „Masterplan“ des Familyparks soll für den Zugang von den Übernachtungsmöglichkeiten zum Park die B52 untertunnelt werden. Am sogenannten „Pfarrumriss“ oberhalb von Rust soll außerdem ein exponiertes Fahrgeschäft errichtet werden. Apothekerin Sabine Rieder und Weinbäuerin Claudia Triebaumer aus der Nachbargemeinde Rust stoßen diese Pläne des französischen Unternehmens Compagnie des Alpes sauer auf.

Es regt sich Widerstand
„Als wir von der Größe erfuhren, waren wir schockiert. Eine solche Dimension ist völlig fehl am Platz! Es kann nicht sein, dass dieses Vorhaben das Landschaftsbild, den Status des UNESCO-Weltkulturerbes sowie die angrenzenden Naturräume beeinträchtigt und unsere Region den Interessen eines ausländischen Konzerns mit rein monetärem Fokus geopfert wird“, sagen die Frauen, die die „Zerstörung der einzigartigen Umgebung“ nicht stillschweigend hinnehmen wollen und nun aus Protest die Petition „Rettet das Ruster Hügelland“ gestartet haben. Sie richtet sich an den Ruster SPÖ-Bürgermeister Gerold Stagl.

Schon vor Weihnachten wurde mit den Bauarbeiten für eine neue Attraktion begonnen, die im ...
Schon vor Weihnachten wurde mit den Bauarbeiten für eine neue Attraktion begonnen, die im Frühjahr eröffnet werden soll.(Bild: Reinhard Judt)

Rückenwind durch Radtouristen
„Aus dem Masterplan ist zu entnehmen, dass die Besucherzahl bis 2031 um 125.000 steigen soll. Man rechnet mit 3,75 Personen pro PKW. Das bedeutet, dass zusätzlich mehr als 33.000 Autos in den Familypark rollen. Niemand will so eine Blechlawine vor der Haustüre!“ Bekrittelt wird auch, dass der Familypark durch sein breites Gastronomieangebot die Wertschöpfung intern hält und so ein Abwandern der Gäste in die lokale Gastronomie verhindert.

Bis 11. Juli können Österreicher, Deutsche und Schweizer auf https://www.openpetition.eu/at/petition/online/rettet-das-ruster-huegelland die Petition unterstützen. „Der Zuspruch ist groß, auch vonseiten der Radtouristen, die sich einen sanften Tourismus wünschen und zu Recht meinen: Es reicht mit der Grünland-Verbauung!“

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