Um rund 10 Prozent

Menschliches Gehirn in 30.000 Jahren geschrumpft

Wissenschaft
07.02.2011 12:05
Das menschliche Gehirn ist in den letzten 30.000 Jahren geschrumpft. Forschern zufolge ist eine zehnprozentige Rückbildung zu verzeichnen. Das kleinere Gehirn deutet aber nicht auf steigende Dummheit in der Bevölkerung hin, sondern auf einen effizienteren Einsatz des Gehirns.

"Heutzutage sind die Lebensbedingungen nicht mehr so komplex wie noch vor Tausenden von Jahren. Die Menschen müssen demnach nicht mehr so intelligent sein, um zu überleben", erklärt Psychologie-Professor David Geary von der Universität Missouri gegenüber der australischen Zeitung "The Daily Telegraph".

Ähnlich sieht das auch Brian Hare, Assistenz-Professor an der Duke-Universität in North Carolina: "Die Menschen haben sich anders entwickelt, sie sind nicht dümmer, sondern haben eine hochentwickeltere Form der Intelligenz - und dafür ist eine kleinere Gehirnmasse ausreichend."

Haustiere haben kleineres Gehirn als Wildtiere
Ähnliches konnten die Forscher auch bei Haustieren beobachten: Ein Vergleich zwischen domestizierten Tieren und Tieren, die in freier Wildbahn leben, zeigte, dass Letztere ein größeres Gehirn haben. Den Wissenschaftlern zufolge ist das auf die komplexeren Lebensbedingungen der Wildtiere zurückzuführen.

Außerdem haben die Forscher in Rahmen der Untersuchungen herausgefunden, dass die Größe des Gehirns auch mit der steigenden Bevölkerungsdichte abgenommen hat.

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