24.06.2021 10:42 |

Grüne Alternativen

AKW Krsko: Nachhilfe bei Atomausstieg

Im Kampf gegen den veralteten Risiko-Reaktor Krško nahe der österreichisch-slowenischen Grenze zeigen Umweltschützer und Wissenschafter jetzt grüne Alternativen auf, um die Kohle- und Kernkraft in Slowenien und Kroatien zu ersetzen. Geht es nach einer aktuellen Studie, wäre das bis 2050 machbar.

Anstatt sich bei der Stromerzeugung von der hochgefährlichen Kernkraft, strahlendem Atommüll und stinkenden Kohlekraftwerken zu verabschieden, wollen Slowenien und Kroatien den Betrieb des Uralt-Reaktors Krško bis 2043 verlängern und das AKW sogar ausbauen. Um den hochriskanten Atomplänen unserer Nachbarn etwas entgegenzusetzen, bieten heimische Organisationen jetzt Nachhilfe an. Um Alternativen aufzuzeigen, haben die Umweltschutzorganisation Global 20000, Focus Kroatien und Zelena akcjia die TU Wien mit einer Studie beauftragt.

Krško 2023 problemlos stilllegen
Das brandaktuelle Papier zeigt Einsparungspotenziale und Quellen Erneuerbarer Energien in den Ländern auf und bestätigt, dass „der Erdbeben-Reaktor Krško am Ende der geplanten Laufzeit 2023 problemlos stillgelegt werden kann, ohne die Stromversorgung Sloweniens und Kroatiens zu gefährden“, heißt es. Das Fazit: „Eine naturverträgliche Energiewende anstatt des fossil-atomaren Systems bei unseren Nachbarn ist durchaus möglich“, bringt Reinhard Uhrig, Atomsprecher von Global 2000 die Ergebnisse auf den Punkt.

Verzicht auf Uran & Kohle ab 2050
Geht es nach der Modellierung der TU Wien, können die zwei Länder den Stromanteil aus Erneuerbaren Energien an der Bruttostromnachfrage bis 2030 auf 84 Prozent (Kroatien) und 53 Prozent (Slowenien) anheben. Gelingen könne das mit der verstärkten, aber naturverträglichen Nutzung von Wasserkraft, Photovoltaik sowie Windkraft an und vor den adriatischen Küsten. Ab 2050 könnte man auf Uran und Kohle verzichten.

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Wir zeigen Alternativen zur Atomkraft auf, die in Betracht gezogen werden sollten als bessere, umweltfreundlichere – und billigere Optionen.

Tomislav Tkalec, Energieexperte von Focus

Thomas Leitner
Thomas Leitner
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