23.06.2021 13:12 |

Vor allem in Wien

368 Fälle: Delta in ganz Österreich am Vormarsch

Die Delta genannte Coronavirus-Variante ist auch in Österreich weiter auf dem Vormarsch. Die Mutation wurde bereits 368-mal festgestellt. Die meisten Fälle gibt es in Wien (256). In Niederösterreich ist die Zahl der Betroffenen am Mittwoch um gleich 19 auf 41 gestiegen.

Laut einem aktuellen Varianten-Bericht der AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) wurde bis Dienstag in fast allen Bundesländern - außer Kärnten und Vorarlberg - die Delta-Variante nachgewiesen. In Salzburg gab es 28 Fälle, in Tirol 24, in der Steiermark acht, im Burgenland sieben - hier soll sich die Mutation rund um einen Fußballklub ausgebreitet haben - und in Oberösterreich vier Fälle.

Die Grafik zeigt die Ausbreitungsentwicklung von Mutationen bis zum Ende der vergangenen Woche (KW 24):

PCR-Tests nur in Wien großflächig im Einsatz
Von der Ampel-Kommission hatte es zuletzt auch geheißen, dass die Ausbreitung der Delta-Variante nicht wirklich seriös eingeschätzt werden könne. Denn Basis für die Sequenzierungen sind PCR-Tests, die nur in Wien flächendeckend durchgeführt werden. Zuletzt waren es in der Bundeshauptstadt 20.000 PCR-Analysen je 100.000 Einwohner, während es im nächstfolgenden Bundesland Niederösterreich gerade einmal 1559 waren.

Wochenvergleich zeigt deutlichen Delta-Anstieg
Dass die Delta-Variante jedenfalls auf dem Vormarsch ist, wird durch den Wochenvergleich deutlich. In der letzten Maiwoche wurden 18 Fälle festgestellt, die Woche darauf waren es bereits 42 und zwischen 7. und 13. Juni gab es 153 Nachweise der Variante. Für die Vorwoche listete die AGES 131 bestätigte Fälle auf. Die Delta-Variante B.1.617 (mit den Untervarianten B.1.617.1, B.1.617.2 und B.1.617.3) wurde zuerst im indischen Bundesstaat Maharashtra gefunden und verbreitete sich dort stark.

Derzeit (noch) britische Variante dominant
Die dominanteste Mutation in Österreich ist weiterhin B.1.1.7 (Alpha). Sie wurde bis zur Vorwoche bereits 131.457-mal festgestellt. Im Dezember 2020 berichteten britische Behörden erstmals von dieser SARS-CoV-2-Virusvariante (Linie B.1.1.7), die sich seit September 2020 in Großbritannien ausbreitet. Nach derzeitigem Kenntnisstand ist sie leichter von Mensch zu Mensch übertragbar als die „Wildform“ von SARS-CoV-2.

Unter Beobachtung stehen auch die Variants of Concern (VOC) B.1.351 (Beta) - früher südafrikanische Mutation genannt - sowie P.1 (Gamma), die erstmals im brasilianischen Staat Amazonas zirkulierte und in ihren Veränderungen der südafrikanischen Variante ähnelt. Die Beta-Variante wurde in Österreich laut AGES bisher 1343-mal festgestellt, die Gamma-Variante bis Dienstag 137-mal.

Friedrich Schneeberger
Friedrich Schneeberger
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