13.06.2021 18:01 |

Tagessieg an Mäder

Carapaz gewinnt Tour de Suisse, Pernsteiner 18.

Der Ecuadorianer Richard Carapaz hat sich den Sieg bei der Tour de Suisse nicht mehr nehmen lassen. Der Giro-Gewinner von 2019 aus dem Ineos-Team verteidigte seine Gesamtführung am Sonntag auch auf der Schlussetappe mit Start und Ziel in Andermatt über die Pässe Oberalp, Lukmanier und Gotthard. Der Sieg am Sonntag ging an den Schweizer Bahrain-Profi Gino Mäder, der sich im letzten Anstieg mit Michael Woods gelöst hatte.

Carapaz gewann den letzten Tour-de-France-Härtetest nur 17 Sekunden vor dem Kolumbianer Rigoberto Uran (EF). Dritter wurde mehr als eine Minute zurück der Däne Jakob Fuglsang (Astana). Der bisher drittplatzierte Weltmeister Julian Alaphilippe trat am Sonntag nicht mehr an, um bei der unmittelbar bevorstehenden Geburt seines ersten Kindes dabei sein zu können.

Ein weiteres Mal sehr offensiv präsentierte sich Hermann Pernsteiner. Der auf der sechsten Etappe drittplatzierte Niederösterreicher aus dem zuletzt durch mehrere Fahrer auffallend erfolgreichen Bahrain-Rennstall begab sich erneut in die Ausreißergruppe. Der Kletterspezialist hielt sich am längsten vorne, wurde aber in den letzten Kopfsteinpflasterkehren zum Gotthardpass von der Gruppe mit den Topstars eingeholt und bis zum höchsten Punkt auf über 2.000 m noch durchgereicht.

Carapaz wehrte sich erfolgreich
Am Ende belegte Pernsteiner auf der Etappe und im Gesamtklassement Rang 18. Carapaz wehrte sich indes erfolgreich gegen mehrere Angriffe von Uran und Co., er ließ sich auch in der langen Abfahrt ins Ziel nicht mehr überraschen. Tour-Titelverteidiger Tadej Pogacar feierte gleichzeitig bei der nicht so stark besetzten Slowenien-Rundfahrt einen souveränen Heimsieg.

Zoidl verpasst OÖ-Rundfahrtsieg hauchdünn
Lokalmatador Riccardo Zoidl verpasste indes seinen zweiten Sieg bei der Oberösterreich-Radrundfahrt nach 2013 knapp. Der 33-Jährige aus dem Felbermayr-Team musste sich am Sonntag im Ziel der abschließenden Bergankunft im Skigebiet Hinterstoder als Zweiter nur dem Franzosen Alexis Guerin um eine Sekunde geschlagen geben. Diese Sekunde fehlte Zoidl auf den Vorarlberg-Fahrer Guerin auch in der Gesamtabrechnung. Der bisher führende Tscheche Michal Schlegel wurde Dritter (+18 Sek.).

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