12.06.2021 15:35 |

Kein Seemannsgarn

Taucher von Buckelwal verschluckt - Mann überlebt!

Ein kommerzieller Hummer-Taucher, der am Freitagmorgen vor der Küste von Cape Cod von einem Buckelwal verschluckt wurde, konnte das Krankenhaus bereits wieder verlassen. Michael Packards Schilderungen zufolge habe er sich gerade in einer Tiefe von etwa 13 Metern befunden, als plötzlich „alles um ihn herum schwarz“ wurde. Zuerst habe er gedacht, ein Hai habe ihn gebissen. Dann wurde ihm klar, dass er von einem viel größeren Meeressäuger verschluckt wurde. 30 schreckliche Sekunden habe er sich im Inneren des Tieres befunden. 

„Ich habe nach Hummern getaucht, als ein Buckelwal versucht hat, mich zu fressen“, erklärte Packard aus Provincetown im Bundesstaat Massachusetts dem TV-Sender CBSN Boston. Der Meeressäuger habe ihn nach 30 bis 40 Sekunden wieder ausgespuckt und er sei ohne größere Verletzungen gerettet worden. „Ich habe überall blaue Flecken, aber keine gebrochenen Knochen.“

Packard habe sich in etwa 13 Meter Tiefe befunden habe, als er plötzlich einen heftigen Ruck spürte „und alles schwarz wurde“. Zunächst habe er gedacht, er sei von einem Hai angegriffen worden. Aber da seien keine Zähne gewesen, er habe keine starken Schmerzen gehabt. 

„Wurde in die Luft geworfen“
„Da hab ich realisiert, oh mein Gott, ich bin im Maul eines Wales und er versucht mich zu verschlucken“, so Packard. „Mir wurde klar, dass man eine Bestie dieser Größe nicht überwältigen kann.“ Er habe gedacht er werde sterben, aber der Wal sei an die Oberfläche geschwommen und habe ihn ausgespuckt. „Ich wurde in die Luft geworfen und bin im Wasser gelandet.“

Eine insgesamt schwer zu glaubende Geschichte - doch Packard hat einen Zeugen: Sein Freund Josiah Mayo befand sich an Bord seines Schiffes. Nach eigenen Angaben half Mayo Packard aus dem Wasser und verständigte die Rettungskräfte.

Taucher wohl mit Fisch verwechselt
Experten halten den Vorfall für unwahrscheinlich, aber grundsätzlich für möglich. Wale auf Nahrungssuche „preschen mit offenem Maul voran und schlucken sehr schnell Fisch und Wasser“, so Jooke Robbins, Direktorin für Buckelwalstudien des hiesigen Forschungszentrums. „Ihre Mäuler sind ziemlich breit“, aber „ihre Rachen ziemlich eng“ - unmöglich, dass sie etwas Großes wie einen Mann hinunterschlucken.

Mara Tremschnig
Mara Tremschnig
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