Investoren gesucht

JoWooD braucht fünf Millionen Euro für seine Gläubiger

Spiele
01.02.2011 12:04
Der insolvente Computerspiele-Publisher JoWooD Entertainment AG mit Sitz in Wien wird etwa fünf Millionen Euro aufbringen müssen, um die Gläubigeransprüche zu erfüllen. Diese Summe müsse fließen, "und zwar bald", so Insolvenzverwalter Helmut Platzgummer gegenüber der "Krone". Um einen finanzkräftigen Investor zu finden, bleiben nur noch rund zwei Monate.

Falls das Sanierungsverfahren angenommen wird, beträgt die Quote 20 Prozent, zahlbar auf zwei Jahre. Die Verbindlichkeiten des Softwareproduzenten betragen rund 20 Millionen Euro.

"Strategischer Investor" gesucht
JoWooD selbst arbeitet mit allen Kräften an der Sanierung. Der Publisher von Games wie der "Gothic"-, "Spellforce"- und "Die Gilde"-Reihe" verhandelte am Montag erneut mit einem potenziellen Investor. "Es waren Gespräche mit einem Unternehmen aus unserer Branche. Ein strategischer Investor wäre für uns die Ideallösung", so JoWooD-Sprecher Philipp Brock. Aktuell verhandle man mit fünf Interessenten, darunter auch Finanzinvestoren.

Nur noch zwei Monate für Suche nach Finanzspritze
Viel Zeit hat JoWooD nicht, einen neuen Geldgeber zu finden: Das Insolvenzgericht hat die entscheidende Sanierungsplantagsatzung für den 7. April angesetzt. Damit bleiben noch rund zwei Monate Zeit, um einen neuen Geldgeber zu finden.

Image könnte JoWooD zum Verhängnis werden
Eine erfolgreiche Fortführung des Unternehmens hat für den Masseverwalter oberste Priorität: "Ich bezweifle stark, dass im Fall einer Liquidation von JoWooD die Gläubiger 20 Prozent ihres Geldes sehen würden." Platzgummer rechnet mit keinem "Game Over": "Ich bin zuversichtlich, dass es gelingt, das Unternehmen weiterzubetreiben. Das Image von JoWooD in der Branche ist gut", sagte er zur "Krone".

Ab dem Antrag auf ein Sanierungsverfahren am 7. Jänner waren die JoWooD-Titel vom Börsehandel ausgesetzt. Nach der Wiederaufnahme des Handels am 11. Jänner rutsche der Aktienkurs massiv um 35,3 Prozent auf 0,597 Euro ab. Am Dienstag notierten die Papiere gegen 11 Uhr mit 0,62 Euro um 5,08 Prozent über dem Vortagesschluss.

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