30.05.2021 23:46 |

Mit nur 19 Jahren

Nach Horror-Crash: Dupasquier in Klinik verstorben

Der beim Motorrad-WM-Lauf in Mugello (Italien) schwer verunglückte Schweizer Jason Dupasquier ist am Sonntag gestorben. Das bestätigte ein Sprecher des Careggi-Spitals in Florenz der Deutschen Presse-Agentur. Der 19-Jährige war am Samstag im Qualifying der Moto3-Klasse gestürzt und vom Motorrad eines nachfolgenden Fahrers touchiert worden. Er erlitt ein Polytrauma mit schweren Verletzungen des Gehirns, an Oberkörper und Unterleib.

Die Motorrad-WM-Serie hat nach fünf Jahren wieder einen Todesfall zu beklagen. Der am Samstag im Moto-3-Qualifying in Mugello (Italien) schwer verunglückte Schweizer Jason Dupasquier ist am Sonntag in einem Spital in Florenz seinen multiplen Verletzungen erlegen. 

„Zutiefst betrübt“
„Wir sind zutiefst betrübt, den Verlust von Jason Dupasquier zu beklagen“, heißt es in einen Twitter-Post der MotoGP. „Im Namen der gesamten MotoGP-Familie senden wir unsere Liebe an sein Team, seine Familie und seine Angehörigen. Du wirst schmerzlich vermisst werden, Jason. Fahre in Frieden.“

Gefäßverletzung am Brustkorb
Dupasquier war in der Nacht auf Sonntag wegen einer Gefäßverletzung am Brustkorb operiert worden. Doch nach Angaben eines Mediensprechers des Spitals befand sich der Freiburger Sonntagfrüh unverändert „in einem sehr kritischen Zustand auf der Intensivstation, auch weil schwere Hirnverletzungen vorhanden sind“.

Nach rund 40 Minuten Erstversorgung auf der Rennstrecke im Hinterland von Florenz wurde Dupasquier mit dem Helikopter ins Spital gebracht. Dort wurde er genau untersucht, um festzustellen, welcher Bereich am kritischsten war und dringend behandelt werden musste. Die Ärzte beschlossen, zunächst nicht einzugreifen, um nicht zu riskieren, dass sich sein bereits kritischer Zustand noch verschlimmert. Nachdem Dupasquier einige Stunden eng überwacht worden war, erfolgte in der Nacht eine erste Operation.

Eltern kamen schnell
Die Eltern des Teenagers hatten sich noch am Samstag ins Spital begeben, auch der Schweizer Moto-2-Pilot Tom Lüthi fuhr dorthin. Er kennt Dupasquier seit Jahren sehr gut und stand ihm beratend zur Seite. Er gab auf Facebook bekannt, auf den Start zum Moto2-Rennen in Mugello zu verzichten, um nahe beim Verunfallten und seiner Familie zu sein.

Rennen steigen trotzdem
Die drei Rennen auf dem Circuit in Mugello fanden trotz Dupasquiers tragischen Unfalls statt. Zum Moto3-GP starteten noch 28 Fahrer. Unter ihnen befand sich trotz zahlreicher Prellungen auch Ayumu Sasaki. Dieser war am Samstag in Dupasquiers Sturz involviert gewesen. Der Japaner flog nach der Kollision meterhoch durch die Luft und schlug hart auf dem Asphalt auf. Im Rennen, das unter dem Motto „We are all with you“ (Wir sind alle bei dir) stattfand, belegte Sasaki schließlich mit weniger als drei Zehntelsekunden Rückstand auf den Sieger Rang vier.

Das Team Dupasquiers verzichtete auf das Rennen. „Kämpfe weiter“ hatte man zunächst an den Motorrädern auf einem Blatt Papier geschrieben. Doch es war ein Kampf, der nicht zu gewinnen war. Gegen Mittag verstarb Jason Dupasquier im Alter von nur 19 Jahren.

Schlimmer Sturz
Der 19-jährige Schweizer kam mit seiner KTM kurz vor dem Ende nach dem Ausgang der Hochgeschwindigkeitskurve „Arrabbiata 2“ zu Fall. Am Boden liegend wurde er vom nach ihm folgenden Japaner Ayumu Sasaki getroffen. Dieser stürzte ebenfalls schwer, so dass das Qualifying sofort abgebrochen wurde. Dupasquier blieb lange auf dem Asphalt liegen, ehe er nach knapp einer Dreiviertelstunde mit dem Helikopter ins Spital nach Florenz geflogen wurde.

krone Sport
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