„Citizens“ besiegt

Chelsea gelingt Mega-Coup - Triumph im CL-Finale!

„Alea iacta est“, die Würfel sind gefallen - die Champions-League-Saison 2020/21 ist Geschichte und auf dem Thron der „Fußball-Könige von Europa“ nimmt der FC Chelsea Platz! Die „Blues“ setzten sich in einem nervenzerfetzenden Finale im Estádio do Dragão zu Porto im inner-englischen Duell gegen Manchester City durch und ließen damit Gegner-Trainer Josep „Pep“ Guardiola zum 10. Mal in Folge an seinem großen Ziel des dritten Henkelkpott-Gewinns zerschellen. Letztmals war ihm das am 28. Mai 2011 vergönnt gewesen, als der von ihm trainierte FC Barcelona gegen Manchester United mit 3:1 siegreich geblieben war ...

Sein Gegenüber Tuchel wiederum war erst im vergangenen Jahr im Finale mit Paris Saint-Germain an den Bayern gescheitert, kurz vor Weihnachten wurde er dann in der französischen Hauptstadt geschasst. Nun bescherte Kai Havertz mit dem Siegtor in der 42. Minute seinem Landsmann den ersten internationalen Titel als Trainer - sowie seinem Klub FC Chelsea den zweiten Triumph in der Champions League nach 2012 ...

Die erste im Ansatz gefährliche Aktion verzeichnete Manchester in der 8. Minute, als Raheem Sterling nach weiter Vorlage von Torhüter Ederson links durchbrach, im Strafraum aber nach nicht idealer Annahme nur einen Eckball herrausholte. Auf der Gegenseite trat Timo Werner mit einer Doppelchance in Erscheinung: In der 14. Minute schoss der Deutsche nach einer flotten Kombination flach auf Ederson, kurz darauf wurde sein Versuch per Grätsche abgelenkt.

Guardiola ließ ein extrem variables System mit 3-4-3-Grundordnung bei eigenem Angriff spielen, das sich je nach Ballbesitz und Feldposition blitzschnell ändern konnte. Linksverteidiger Oleksandr Sintschenko agierte zuweilen als weiterer zentraler Mittelfeldspieler, Kapitän Kevin De Bruyne und Phil Foden wechselten sich als „falsche Neun“ ab, da Guardiola auf einen gestandenen Mittelstürmer verzichtete. Die defensiven Mittelfeld-Spieler Fernandinho und Rodri saßen nur auf der Bank.

Als ein Kennzeichen der Partie kristallisierte sich bald heraus, dass Manchester zwar öfter den Ball hatte, aber kaum in die Gefahrenzone vordringen konnte. Antonio Rüdiger klärte einmal in Not gegen Foden (29.). Chelsea gelang das besser. Die Londoner mussten kurz vor der Pause einen Rückschlag einstecken, weil Abwehr-Bollwerk Thiago Silva verletzt vom Feld musste (für ihn kam in der 40. Minute Andreas Christensen). Diesen moralischen Dämpfer machte aber Havertz umgehend wett, als er nach Traumpass von Mason Mount den weit herausgeeilten Ederson umkurvte und seelenruhig einschob.

In der zweiten Hälfte stellte Guardiola zwangsläufig um: De Bruyne ging in der 59. Minute angeschlagen vom Platz, für ihn kam mit Gabriel Jesus ein Mittelstürmer. Wenig später wechselte Guardiola auch Fernandinho ein, Christian Pulisic kam bei Chelsea für den glücklosen Werner ins Spiel. Die „Citizens“ erhöhten nun den Druck und schnürten den Gegner ein, kamen aber weiterhin nicht zu Torchancen. Chelsea bot sich dadurch die Möglichkeit zu schnellen Kontern, Pulisic (72.) vermochte einen solchen nicht zum 2:0 abzuschließen.

Im Finish brachte Guardiola noch Sergio Aguero, für den Argentinier war es der letzte Einsatz im City-Trikot. Sein Lupfer-Versuch in der 85. Minute, der zur Beute von Torhüter Edouard Mendy wurde, zählte noch zu den besten Aktionen des englischen Meisters im gesamten Spiel. Riyad Mahrez schoss weit jenseits der 90. Minute über das Tor, nach sieben Minuten Nachspielzeit war die aus Sicht der mitgereisten Manchester-Fans enttäuschende Vorstellung zu Ende. Im Gegensatz zum Bewerbsfinale vor einem Jahr in Lissabon fand das Spiel diesmal vor Zuschauern statt. 16.500 waren im Estádio do Dragão in Porto erlaubt, knapp 15.000 kamen schließlich ,,,

Das Ergebnis:
Manchester City - Chelsea 0:1 (0:1)
Porto, Estadio do Dragao, 16.500 Zuschauer, SR Antonio Mateu Lahoz (ESP)

Tor: 0:1 (42.) Havertz

Gelbe Karten: Gündogan, Gabriel Jesus bzw. Rüdiger

Manchester City: Ederson - Walker, Stones, Ruben Dias, Sintschenko - Bernardo Silva (64. Fernandinho), Gündogan, Foden - De Bruyne (60. Gabriel Jesus) - Mahrez, Sterling (77. Aguero)
Chelsea: E. Mendy - Azpilicueta, Thiago Silva (40. Christensen), Rüdiger - James, Jorginho, Kante, Chilwell - Havertz, Werner (66. Pulisic), Mount (80. Kovacevic)

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