18.05.2021 12:00 |

Vor der Fan-Rückkehr

Der Öffnungs-Teufel liegt doch im Detail

Auch der Sport sperrt am 19. Mai wieder auf. Die Vorfreude bei den Hobby-Athleten ist groß, aber es gibt vor allem im Indoor-Bereich viele Hürden. Bei den vielen Vorgaben wären aber etwa auch im Tennissport Vereine gut beraten, sich Ratschläge von Juristen einzuholen.

Endlich! Nach fast sieben Monaten Pause können bald wieder Zuschauer ins Stadion – am Samstag etwa 3000 zum Saisonfinale der Meisterbullen gegen WSG Tirol. Aber die größte Freude herrscht bei den vielen Amateurklubs, endlich wieder ins Mannschaftstraining einsteigen zu können. Vor allem die vielen Fußball-Vereine können den Re-Start kaum mehr erwarten. Aber während die Kicker das Corona-Konzept aus dem Herbst kennen und zumindest im Training umsetzen können, liegt speziell bei Indoor-Sportarten der Öffnungs-Teufel im Detail.

Bei den Schwimmern etwa macht speziell die 20-Quadratmeter-Regel Probleme (siehe auch Interview mit Salzburgs Schwimmverbands-Chef Weis). Bei den Öffnungen im Herbst galt eine Zehn-Quadratmeter-Regel.

Die Schulen sind wieder im Vollbetrieb, doch ihre Sporthallen bleiben weiterhin zu – zumindest für Hobby-Vereine in der Stadt Salzburg. Externe dürfen die Turnsäle nur mit Sicherheitskonzept und Covid-Beauftragten benutzen, der Stadt fehlt dafür aber das Personal. „Dabei haben wir selbst Konzept und Beauftragte“, wundert sich Wolfgang Mayrhofer, Obmann vom ATSV Gnigl. Er und seine 80 Nachwuchssportler werden auf Juni vertröstet.

Während bei Ringern oder Volleyballern die Freude besonders groß ist, dass nach langen Monaten der Auszeit endlich auch der Nachwuchs wieder angreifen darf, aber derzeit kein Meisterschaftsbetrieb läuft, wird bei den Stocksportlern fest gerechnet. Denn – vorerst nur – in den überregionalen Ligen sind nun Zuschauer erlaubt. Die 20-Quadratmeter-Regel gilt als Grundlage, dennoch gibt es Verwirrung. Eine Aussendung des Stockschützenbundes soll heute endgültig Klarheit bringen.

Am Wochenende fallen bei der Mannschaftsmeisterschaft im Tennis die ersten Aufschläge. Aber: „Die neuen Regeln sind keine Lockerungs-, sondern Verschärfungsverordnungen“, zürnt Salzburg-Tennis-Geschäftsführer Erich Mild. Kern der Kritik: Die Vereine können nicht jeden Gast, Fan den gesamten Tag über kontrollieren, zudem die volle Covid-Verantwortung tragen – Juristen sind gefragt! Bisher fix: Ab zehn Zusehern gilt bei der Behörde Anzeige-, ab 50 Bewilligungspflicht, Präventionskonzept inklusive!

 Salzburg-Krone
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