14.04.2021 10:56 |

„Gesunde“ Frau tot

Impfung: Ermittlung nach Todesfall in Italien

In Italien laufen weitere Ermittlungen um mögliche Verbindungen zwischen Todesfällen und Corona-Schutzimpfungen. Die Töchter einer 75-jährigen Frau aus Palermo haben Klage eingereicht, nachdem ihre Mutter einige Tage nach der Impfung mit dem AstraZeneca-Vakzin gestorben sei, berichtete die Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“. Die Frau sei vor der Impfung vollkommen gesund gewesen, berichteten die Töchter.

Die Justiz beschäftigt sich auch mit dem Fall einer 26-jährigen Mailänder Zahnarztassistentin, die einige Tage nach der Impfung mit dem AstraZeneca-Impfstoff eine Hirnvenenthrombose erlitten hat. Sie liegt jetzt auf der Intensivstation eines Mailänder Krankenhauses. In Italien laufen derzeit circa ein Dutzend Ermittlungen über Todesfälle, die mit Impfstoffen zum Schutz vor SARS-CoV-2 in Verbindung gebracht werden könnten.

Sicherheitsbedenken auch bei Präparat von Johnson & Johnson
Das Risiko für Thrombosen ist allerdings - wie eine Untersuchung in Großbritannien gezeigt hatte - sehr klein. Im Inselstaat sind bei mehr als 18 Millionen Impfungen mit dem AstraZeneca-Impfstoff 30 Fälle von Thrombosen gemeldet worden. Nach ähnlichen Sicherheitsbedenken die das Vakzin von Johnson & Johnson betreffen, wurde die Verabreichung in den USA am Dienstag ausgesetzt.

Nebenwirkungen nach AstraZeneca-Spritze höher
Johnson & Johnson ließ die Auslieferung seines Corona-Impfstoffs in Europa wegen möglicher schwerer Nebenwirkungen verschieben. Italien rechnet mit geringen Folgen dieses Beschlusses auf seine eigene Impfkampagne. „Italien erwartet in den kommenden Tagen 4,2 Millionen Impfdosen, lediglich 200.000 davon sind von Johnson & Johnson. Die Aussetzung der Lieferungen hat Sorgen in Europa ausgelöst, doch es gibt nur wenige Berichte von Nebenwirkungen. Ihre Zahl ist geringer als jene nach AstraZeneca-Vakzinen“, berichtete Regionenministerin Maria Stella Gelmini.

Gesundheitsminister Roberto Speranza betonte am Ende eines Treffens mit Experten der Arzneibehörde AIFA, die Regierung werde zunächst detaillierte Angaben aus den USA und aus Brüssel vor einem Beschluss bezüglich des J&J-Vakzins abwarten. „Ich bin der Meinung, dass dieser Impfstoff genutzt werden soll“, sagte Speranza.

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