31.03.2021 05:00 |

Asthma

Klimawandel raubt Allergikern die Luft zum Atmen

Zunehmende Umweltprobleme belasten die Lungengesundheit. Steigende Temperaturen sorgen für frühere und längere Pollensaison, Luftschadstoffe verändern die Zusammensetzung der Allergene und erhöhen das Risiko für überschießende Reaktionen des Immunsystems.

Wetterveränderungen können die Atemwege direkt durch Kühlung oder Reizung beeinflussen. Es hat sich gezeigt, dass eine deutliche Verschlechterung von Asthma und Rhinitis (Entzündung der Nasenschleimhaut) vorwiegend nach Tagen mit niedrigen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit oder nach einem plötzlichen Temperaturabfall auftreten. Ebenso beeinflussen warme und feuchte Bedingungen die Menge, Intensität und Häufigkeit von Schimmelpilzen in der Luft. In manchen Regionen führt die plötzliche und massive Freisetzung von Sporen und Allergenen nach einem Sturm zu einem epidemieartigen Auftreten von „Gewitterasthma“. Die durch den Menschen selbst verursachte Klimaveränderung trägt somit durch direkte und indirekte Auswirkungen stark zu der zunehmenden Häufigkeit dieser Gesundheitsprobleme bei.

Bereits neun von zehn Menschen atmen laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) Luft, die durch Verkehrsemissionen, Industrie, Landwirtschaft oder Verbrennung verschmutzt ist. Bis 2050 wird geschätzt die Hälfte der Weltbevölkerung an Asthma und Allergien leiden. Die Europäische Akademie für allergisches Asthma und klinische Immunologie (EAACI) fordert daher eine Verbesserung der Luftqualität, was u.a. durch umweltfreundliche industrielle Modernisierung, Änderungen landwirtschaftlicher Methoden, Neuerungen und Interventionen im Fahrzeug- und Kraftstoffbereich, eine gesunde Stadtentwicklung und einen intelligenten innerstädtischen Verkehr etc., gefördert werden sollte.  Ebenso sei die Echtzeitüberwachung von Pollen und Schimmelsporen in Verbindung mit Warnsystemen erforderlich. 

Regina Modl
Regina Modl
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