17.03.2021 13:09 |

Für Donnerstag geplant

AstraZeneca: Österreich wartet auf EMA-Entscheid

Nach dem vermehrten Auftreten von Sinusvenenthrombosen im zeitlichen Zusammenhang mit einer AstraZeneca-Impfung haben zahlreiche EU-Staaten die Verimpfung des Vakzins zumindest vorübergehend ausgesetzt. Nun wartet Österreich und der Rest von Europa gespannt auf die neuen Empfehlungen der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA in Amsterdam. Diese wird am Donnerstag erwartet.

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Am Dienstag hatten zahlreiche Bundesländer bekannt gegeben, sich an der Empfehlung des Nationalen Impfgremiums (NIG) zu orientieren. Dieses wird sich wiederum an die Einschätzung der EMA halten. Die neuen Erkenntnisse der EMA sind somit wegweisend für die Zukunft des AstraZeneca-Impfstoffs in der EU.

„Positives Nutzen-Risiko-Verhältnis“
Österreich hatte im Unterschied zu Deutschland und einigen anderen EU-Staaten nach ungeklärten Thrombose-Ereignissen keinen Impfstopp mit dem Vakzin empfohlen. „Ein positives Nutzen-Risiko-Verhältnis besteht unverändert“, hieß es am Dienstag nach neuerlichen Beratungen des NIG am vonseiten des Expertengremiums.

Zusammenhang derzeit nicht auszuschließen
Laut NIG seien die sehr seltenen thrombo-embolischen Ereignisse in einem zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung beobachtet worden, weshalb ein kausaler Zusammenhang „derzeit nicht sicher ausgeschlossen werden kann“. Derartige Komplikationen würden jedoch auch bei Covid-19-Erkrankungen „häufig beobachtet“.

Vorsicht bei Gerinnungshemmern
Das NIG empfahl außerdem im Zusammenhang mit einer Corona-Impfung keine gerinnungshemmenden Medikamente einzunehmen. Auch die etwa in Aspirin enthaltene Acetylsalicylsäure sollte in diesem Zusammenhang vermieden werden.

Der österreichische Impfstoffforscher Florian Krammer sprach sich unterdessen am Dienstagabend in der „ZiB 2“ für eine Fortsetzung der Impfkampagne mit dem AstraZeneca-Vakzin aus. Ein Impfstopp berge auch ein gewisses Risiko für Personen, „die dann eben nicht geimpft werden“ könnten.

Quelle: APA

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