Parlamentsanfrage

Polizeieinsatz bei Wut-Wirtin kostete 777,50 Euro

„Mir bleibt keine andere Möglichkeit, ich muss mein Kind ernähren“, damit argumentiert Alexandra Pervulesko, warum sie Anfang Jänner ihr Badcafe in der Linzer Altstadt im Lockdown aufsperrte. Mit dem daraus resultierenden Polizeieinsatz und dessen Kosten wurde jetzt Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) konfrontiert.

Eine parlamentarische Anfrage von Hannes Amesbauer (FPÖ) mit 25 Fragen rund um den Polizeieinsatz vom 11. Jänner bei der Linzer Wut-Wirtin musste Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) jetzt beantworten. Die spannendsten Aussagen kurz zusammengefasst: „Es waren 25 Polizisten im Einsatz. Die Kosten für die eingesetzten Polizisten betragen 777,50 Euro. Es wurden 37 und nicht 97 Verwaltungsstrafanzeigen erstattet. Die Anzeigen wurden wegen Nichteinhaltens der Abstandsregeln, der Missachtung der Verpflichtung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und der Konsumation von Getränken durch Gäste im Lokal erstattet.“

„Warte auf meine Strafe“
Gastronomin Alexandra Pervulesko meinte auf „Krone“-Anfrage dazu: „Das Betretungsverbot wurde nach fünf Wochen aufgehoben. Ich habe noch überhaupt keine Anzeigen bekommen, nur eine Stellungnahme beim Magistrat abgegeben. Ich warte also immer noch auf meine Strafe.“

Aus dem Linzer Magistrat bestätigt man, dass das Verfahren gegen die Wirtin noch am Laufen ist. Dabei geht es aber nicht nur um den einen konkreten Fall, vielmehr soll es auch schon davor mehrere Verstöße geben haben. Selbst ob Wirtin Pervulesko ihre Gewerbekonzession behalten darf, scheint aktuell noch fraglich.

Philipp Zimmermann
Philipp Zimmermann
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Donnerstag, 23. September 2021
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