08.03.2021 18:27 |

14 statt zehn Tage

Quarantäne-Verlängerung auch in OÖ, NÖ und Kärnten

Auf wieder wie anfangs 14 statt zehn Tage wird die Quarantäne bei Mutationsverdacht nun auch in Oberösterreich, Niederösterreich und Kärnten verlängert. Das Burgenland und Wien waren bei der Entscheidung vorgeprescht. Nötig machen diese Maßnahme die ansteckenderen Virusvarianten, die in immer mehr Regionen Österreichs grassieren.

Aus dem Gesundheitsministerium hieß es, dass die Verlängerung der Quarantäne im Ermessen der zuständigen Verwaltungsbehörde liege. Sie sei in Fällen insbesondere im Hinblick auf eine vermutete längere Ansteckungsfähigkeit bei gewissen Virusvarianten in Regionen mit einem hohen Anteil dieser am Infektionsgeschehen sinnvoll.

Neben dem Burgenland, wo die Verschärfung bereits am Sonntag in Kraft trat, werden auch Wien, Niederösterreich, Oberösterreich und Kärnten die Empfehlung umsetzen. Von Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker hieß es gegenüber der „Krone“, es mache keinen Sinn, die Quarantäne für Infizierte auslaufen zu lassen, wenn die Leute danach noch immer ansteckend seien. 

Kritik aus OÖ: „Contact Tracing wird verkompliziert“
Aus Oberösterreich, das die Quarantäne-Dauer ebenfalls auf 14 Tage verlängert, kam Kritik von Gesundheitsreferentin und Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander, dass durch den neuen Erlass das Contact Tracing „verkompliziert und verlangsamt“ werde. Sie pochte auf eine „bundesweit praktikable Vorgehensweise“.

Aus Niederösterreich wurde die Verlängerung ebenfalls bestätigt, weiter diskutiert wird laut „Krone“-Informationen noch über die Möglichkeit, sich nach zehn Tagen mittels eines PCR-Tests freitesten zu können.

Kärnten will ab Donnerstag exekutieren
Kärnten will die Empfehlung im Laufe der Woche umsetzen, zuvor liefen nach Angaben von Gerd Kurath vom Landespressedienst Gespräche mit Bezirksbehörden und Gesundheitsministerium. Ab Donnerstag soll die neue Regelung exekutiert werden. Für den Hotspot-Bezirk Hermagor wurde bereits die Praxis eingeführt, Infizierte der britischen Variante am achten Tag der Quarantäne erneut zu testen und die Absonderung bei Bedarf zu verlängern. Dies habe sich bewährt, inzwischen gehen mehrere Kärntner Bezirke so vor, sagte Kurath.

Schlüsselzahl Ct-Wert kommt zum Tragen
Bei an Covid-19 erkrankten Personen kann kontrolliert werden, wie infektiös sie noch sind. Zeigt ein von ihnen absolvierter Test nur mehr einen sehr niedrigen Ct-Wert, kann die Absonderung ab dem zehnten Tag vorzeitig beendet werden. Der im Zuge eines PCR-Tests erhobene Wert errechnet sich daraus, wie oft eine Probe (Nasen-/Rachenabstrich) im Labor wiederholt werden muss, um das Virus nachzuweisen („cycle threshold“).

Auch Kontaktpersonen können die Quarantäne schon nach zehn Tagen abschließen. Dafür müssen sie einen negativen PCR-Test vorweisen und keine Symptome haben.

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