07.03.2021 10:50 |

Verdächtiger geständig

Wiener Trafikantin (35) ringt weiter um ihr Leben

Jene 35-jährige Wiener Trafikantin, die am Freitag von ihrem Ex-Freund in ihrem Geschäft geschlagen, mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen, angezündet und dann eingesperrt worden sein soll, ringt im Spital noch immer um ihr Leben. Der Verdächtige wurde mittlerweile in eine Justizanstalt eingeliefert, hieß es am Sonntag. Er hat laut Polizei die Tat grundsätzlich gestanden, bestreitet aber eine Tötungsabsicht.

Um die Mittagszeit soll der 47-Jährige in die Trafik in der Nussdorfer Straße am Alsergrund gekommen sein. Was dann geschah, schilderte die Frau noch am Tatort Polizisten, ehe sie mit schwersten Brandverletzungen ins Krankenhaus gebracht wurde: Ihr Ex-Partner habe sie angegriffen und angezündet, danach habe er die Tür des Geschäfts versperrt und sei davongelaufen.

Anrainer und Passanten als mögliche Lebensretter
Anrainer und Passanten bemerkten dann den Rauch aus der Trafik: „Mithilfe eines Einkaufwagens zertrümmerten sie die Scheibe der Eingangstür, um die 35-Jährige zu bergen“, berichtete Polizeisprecher Daniel Fürst. Auf der Straße befand sich zufällig ein Wagen des Samariterbundes, die Sanitäter löschten die in Flammen stehende Frau mit Decken.

Verdächtiger konnte rasch festgenommen werden
Mit einer Großfahndung wurde nach dem 47-Jährigen gesucht. Schließlich meldete er sich kurz nach 17 Uhr am Polizeinotruf und gab seinen Standort bekannt. „Einsatzkräfte des Stadtpolizeikommandos Donaustadt und der WEGA lokalisierten den Tatverdächtigen in einem Fahrzeug auf einem Parkplatz in Wien-Donaustadt, Finsterbuschstraße. Bei einem gezielten Zugriff konnte der Mann festgenommen werden“, sagte der Sprecher.

Tötungsabsicht bestritten
Eine erste Einvernahme wurde ergebnislos abgebrochen. Die Ermittler befragten gleichzeitig die Zeugen aus dem Umfeld und konfrontierten den Verdächtigen mit deren Angaben. Schließlich „zeigte sich dieser größtenteils geständig, bestritt jedoch eine Tötungsabsicht“, berichtete Fürst. Er wurde in eine Justizanstalt gebracht.

Quelle: APA

Friedrich Schneeberger
Friedrich Schneeberger
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