Franz Welser-Möst

Beethoven hätte jedenfalls seine Freude gehabt

Kultur
20.12.2025 06:00

Von der Staatsoper bis in den Musikverein: Weltklasse-Dirigent Franz Welser-Möst zeigt nach seiner Krebserkrankung wieder groß in Konzert und Oper auf – mit ganz viel Beethoven.

„Wir haben Kapellmeister, die sowenig zu dirigieren wissen, als sie kaum selbst die Partitur lesen können.“ Harsch drückte Beethoven im Jahr nach der Uraufführung der Fünften seinen Unmut über das Unverständnis der Zeitgenossen für seine Musik aus.

„Wir haben Kapellmeister, die sowenig zu dirigieren wissen, als sie kaum selbst die Partitur lesen können.“ Harsch drückte Beethoven im Jahr nach der Uraufführung der Fünften seinen Unmut über das Unverständnis der Zeitgenossen für seine Musik aus.

Wir haben heute zum Glück Franz Welser-Möst, der soeben beeindruckend den Gegenbeweis antritt. Soeben im Musikverein mit den Wiener Philharmonikern, bei einem Programm, das heute und am Sonntag (auch auf Ö1) wiederholt wird. Beethoven hätte jedenfalls seine Freude gehabt, mit wie viel Verve Welser-Möst und die Musiker mit der dritten Leonoren-Ouvertüre in das Konzert stürmen.

Achse von der Staatsoper auf Konzertpodest
Das Stück haben Musiker und Mastro wahrlich drauf! Gemeinsam reißt man mit ihr gerade auch in der Staatsoper, bei der Premieren-Serie des „Fidelio“ das Publikum mit.

Diese jubelt da wie dort laut, springt im Musikverein von den Sitzen, begeistert, seinen ehemaligen Staatsopern-Musikdirektor nach seiner Krebserkrankung und vielen Absagen wieder in Oper und Konzert erleben zu können. Freilich ging er dazwischen mit den „Wienern“ auf internationale Tourneen. Die vor einem Jahr geplante „Zauberflöte“ in der Staatsoper musste Welser-Möst aus gesundheitlichen Gründen noch zurücklegen. Eine Opernproduktion zu stemmen, verlangt doch sehr viel Kraft.

Umso schöner, wenn ihm im Musikverein mit 23 philharmonischen Streichern die „Metamorphosen“ von Richard Strauss melancholisch berührend aber auch vital durchdrungen zum prächtigen Klangrausch gelingen. Da passt es, wenn danach eine strahlend ins Finale rauschende Fünfte Beethoven dem Schicksal das schönste Schnippchen schlägt.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.

krone.tv

Top 3
Top Gutscheine
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung