26.02.2021 16:08 |

Bald in Österreich?

Kurz sprach mit Putin über „Sputnik V“-Impfstoff

Kommt der russische Impfstoff „Sputnik V“ bald auch in Österreich zum Einsatz? Während erste europäische Länder bereits konkrete Bestellungen an Russland gerichtet haben, hat sich am Freitag auch Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) mit Wladimir Putin über einen möglichen Kauf unterhalten. Laut Informationen des Kremls war in dem gemeinsamen Telefonat auch eine gemeinsame Produktion der Corona-Vakzine ein Thema.

Der russische Impfstoff kommt mittlerweile in 30 Ländern der Welt zum Einsatz. Während aufgrund fehlender Datensätze zur Sicherheit noch keine Zulassung durch die EU erfolgt ist, haben sich bereits Länder wie Ungarn, die Slowakei und Tschechien um einen Einsatz des Impfstoffes bemüht.

Telefonat mit Putin
Am Freitag hat nun auch Österreich sein Interesse daran bekundet - Bundeskanzler Sebastian Kurz telefonierte laut Angaben des Kremls mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin, um gemeinsame Bemühungen bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie zu besprechen.

„Kurz und Putin sprachen über mögliche Lieferungen von ,Sputnik V‘ nach einer Zulassung der Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA)“, erklärte ein Sprecher des Kanzlers. Auch die EMA-Zulassung des russischen Impfstoffs sei thematisiert wurden, ergänzte er.

Produktion auch in Österreich?
In der kurzen Stellungnahme des Kremls war zudem die Rede davon, eine gemeinsame Produktion von

Warten auf Zulassung
Die aktuelle Verfügbarkeit von „Sputnik V“ ist jedenfalls begrenzt: In russischen Medien hieß es zuletzt, dass die Produktion demnächst auf sechs Millionen Dosen pro Monat erhöht werden soll und erst am Donnerstag hat der Staat den Preis der Impfdosen halbiert. Kurz hatte Anfang Februar betont, die Diskussion über Impfstoffe müsse „ohne geopolitische Tabus“ geführt werden.

In einem Interview mit der „Welt am Sonntag“ sagte Kurz zudem, nach einer Zulassung „würde Österreich ganz bestimmt versuchen, Produktionskapazitäten bei geeigneten einheimischen Unternehmen für russische oder chinesische Impfstoffe zur Verfügung zu stellen“.

Stephan Brodicky
Stephan Brodicky
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