Bei Sieg von Granerud

Kraft und Huber in Willingen in den Top Ten

Wintersport
31.01.2021 19:39

Die ÖSV-Skispringer Stefan Kraft und Daniel Huber haben sich am Sonntag in der Windlotterie von Willingen mit den Rängen sechs und sieben recht gut aus der Affäre gezogen. Am Vortag war im Schwarzwald kein Österreicher in die Top Ten gekommen. Der Sieg im zweiten Bewerb, der nach zahlreichen Unterbrechungen nur in einem Durchgang entschieden wurde, ging neuerlich an den von den Turbulenzen unbeeindruckten Norweger Halvor Egner Granerud, der seinen achten Saisonerfolg feierte.

Der Weltcupspitzenreiter gewann nach einem 149-m-Flug überlegen mit 19,3 Punkten Vorsprung auf den Polen Piotr Zyla. Dritter wurde der Deutsche Markus Eisenbichler. Vor Kraft lagen auch noch Klemens Muranka (POL) und Daniel Andre Tande (NOR), dem Salzburger fehlten mehr als acht Punkte auf die Podestränge. „Es war echt sehr schwierig, das war von fair sicher ganz weit weg. Aber ich bin sehr zufrieden, dass es bei so schwierigen Bedingungen gut funktioniert. Man muss schon Eier zeigen bei diesen Bedingungen, voll durchziehen, das ist mir halbwegs gelungen“, meinte Kraft nach dem langwierigen Wettkampf.

WILLINGEN,GERMANY,31.JAN.21 - NORDIC SKIING, SKI JUMPING - FIS World Cup, large hill, men. Image shows Halvor Egner Granerud (NOR). Photo: GEPA pictures/ Philipp Brem (Bild: GEPA pictures)
WILLINGEN,GERMANY,31.JAN.21 - NORDIC SKIING, SKI JUMPING - FIS World Cup, large hill, men. Image shows Halvor Egner Granerud (NOR). Photo: GEPA pictures/ Philipp Brem

ÖSV-Cheftrainer Andreas Widhölzl betonte, dass seine Athleten bei kniffligen Bedingungen nicht zurückgesteckt hätten. „Kompliment, sie haben es eigentlich gut durchgezogen.“ Für den Sprung nach ganz vorne sei aber noch mehr nötig. „Wir haben schon noch was zu tun. Es ist nicht einfach, aber das Potenzial ist definitiv da, aber es fehlt noch etwas, um in diesen Flow zu kommen“, so Widhölzl. Leider habe man immer wieder mit Rückschlägen zu kämpfen, die den Aufschwung bremsen. „Wir jagen dem immer ein bisschen hinten nach, sind knapp dran, dann bekommen wir wieder eine auf den Deckel so wie gestern, das stärkt die Lockerheit auch nicht wirklich.“

(Bild: GEPA pictures)

Im Hinblick auf die WM (23. Februar bis 7. März) deutete Widhölzl an, dass möglicherweise der eine oder andere noch eine Wettkampfpause für gezieltes Training in aller Ruhe einlegen könnte. „Ich habe schon das Gefühl, dass wir was machen müssen, um bei der WM gut dabei zu sein.“ Diese Möglichkeit werde er mit dem Team vor dem kommenden Weltcupwochenende in Klingenthal besprechen.

Die restlichen Österreicher neben Kraft und Huber landeten im geschlagenen Feld, das passierte aufgrund der teils grenzwertigen Bedingungen aber auch etlichen arrivierten Assen wie Karl Geiger (23.) und Kamil Stoch (27.). Als 30. holte aus der ÖSV-Mannschaft nur noch Philipp Aschenwald einen Weltcuppunkt. Jan Hörl wurde 33., Michael Hayböck 41. und Maximilian Steiner 49. Niklas Bachlinger war wegen einer Knieblessur nicht am Start. Der Vorarlberger hatte sich am Samstag beim Aufwärmen wehgetan, nahm aber trotzdem am Wettkampf teil. Am Sonntag stellte sich heraus, dass der 19-Jährige möglicherweise eine schwere Knieblessur erlitten haben dürfte.

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(Bild: KMM)



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