24.12.2020 06:00 |

„Motivationsanreiz“

Virtuell aktiv: IOC öffnet sich für E-Sports

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) öffnet sich zunehmend für E-Sports und sieht darin auch eine große Chance. „Der Wettbewerb um die Freizeit der Jugendlichen findet jeden Tag zwischen virtuellen Sporttreiben sowie Gaming und dem realen Sport statt“, ist sich IOC-Boss Thomas Bach sicher. Auch ÖOC-Präsident Karl Stoss ist dem Thema gegenüber nicht abgeneigt, im Optimalfall soll aus Gaming, das in der Corona-Krise einen Aufschwung erlebt, aktiver Sport werden.

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„Was wir vonseiten des IOC wollen, ist nicht mehr Menschen zum Bildschirm bringen, sondern sie über E-Sports zu beeinflussen oder zumindest so weit bringen, dass sie dann auch das selbst praktizieren und umsetzen, was sie gern elektronisch machen“, so Stoss. „Das ist die große Kunst, die wahrscheinlich gelingen muss.“

Unterschieden werden muss bei virtuellem Sport zwischen jenem, bei dem es rein ums Gaming auf PC, Konsole oder Smartphone geht wie beim Fußball, Tennis oder Autorennen, und jenem, der eine Verbindung von Computer und physischer Anstrengung bedeutet. Letzteres wurde im Frühling im ersten Lockdown, der den gesamten Sport lahmgelegt hatte, häufig praktiziert. Der Österreichische Radsport-Verband rief beispielsweise die virtuelle Rennserie „eCycling league Austria“ ins Leben, gefahren wurde daheim auf Smart-Rollentrainern. 

Sport nur noch vor dem Bildschirm „wäre fatal“
Dem kann beispielsweise auch Stoss viel abgewinnen, viele würden sich daheim ein Rad aufstellen und die Etappen der großen Landesrundfahrten nachfahren. Er sehe eine „absolut sinnvolle Perspektive“, wenn man sich über E-Sports die Motivation fürs Sporteln hole. „Wir sehen aber keine sinnvolle Perspektive, wenn alle aufhören würden, aktiv Sport zu treiben und sich nur noch vor dem Bildschirm die Zeit vertreiben. Das wäre fatal.“

E-Sport von Olympia-Aufnahme noch weit entfernt
Stoss erklärte, dass es massive Anstrengungen vonseiten des IOC in Bezug auf die Zusammenarbeit mit E-Sports gäbe. „Man sieht einzelne Sparten, wo es eine sehr enge Zusammenarbeit gibt. Ich nehme Golf, Radfahren, wo man die Tour de France, den Giro d‘Italia nachfahren kann. Es gibt Skilauf, es gibt Fußball. Dieses Thema hat sicherlich massiv zugenommen und wird weiter zunehmen.“ Von einer Aufnahme von E-Games und E-Sports in das Programm Olympischer Spiele ist man aber noch weit entfernt.

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