16.12.2020 15:41 |

Nach Terrorattacke

Wien: Grüne fordern erneut Entwaffnung von Polizei

Wiens Polizisten ohne Schusswaffen im Einsatz - schon im September sorgten die Grünen vor der Wien-Wahl mit dieser Forderung für Empörung. Dreieinhalb Monate später machte der grüne Gemeinderat Niki Kunrath die waffenlose Polizei dennoch erneut zum Thema und bringt damit nicht nur den FPÖ-Politiker Maximilian Krauss zum Schäumen.

„Nicht alle Polizistinnen und Polizisten brauchen Waffen, sondern die brauchen Waffen, die damit ganz klar und korrekt arbeiten können. Und dafür gibt es genug Vorbilder wie in Skandinavien und England“, setzte sich Kunrath am Mittwoch im Wiener Gemeinderat erneut für eine Entwaffnung der Polizei ein.

Bereits Anfang September hatte Kunrath mit dieser Forderung vor der Wien-Wahl für Empörung gesorgt. „Wien ist eine der sichersten Millionenstädte der Welt. Warum Verkehrspolizisten bewaffnet sein sollen, ist für uns nicht nachvollziehbar“, meinte Kunrath damals.

An dieser Einstellung hat sich nun wohl auch selbst nach dem Terroranschlag am 2. November in der Wiener City, bei der vier Menschen getötet und mehrere teils schwer verletzt wurden - darunter war auch ein Polizist -, nichts geändert.

„Würden heute vielleicht nicht mehr leben“
„Unfassbar, Grüne wollen auch nach dem Terrorattentat die Polizei in Wien entwaffnen. Gerade die ersten Beamten, die mit dem Attentäter Kontakt hatten, waren normale Streifenbeamte. Unbewaffnet würden sie heute vielleicht nicht mehr leben“, schäumte Krauss daraufhin auf Twitter. In einer Aussendung sprach der FPÖ-Politiker sogar von einer „grünen Hetzjagd auf die Polizistinnen und Polizisten“.

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