SP und VP

Neue Allianz gegen die Wohnsiedlung in Feldkirchen

Lange waren sie Konkurrenten. Nun will der ehemalige Feldkirchner SP-Vizebürgermeister Robert Gumpenberger mit der VP ein Prestigeprojekt des Bürgermeisters Franz Allerstorfer verhindern. Rachegelüste gäbe es keine, viel mehr gehe es Gumpenberger um die Wahrung des Dorfcharakters.

Von einer Nacht- und Nebelaktion des SP-Bürgermeisters sprechen in Feldkirchen die ÖVP und Robert Gumpenberger, der nach seinem Parteiaustritt bei der SPÖ nun als einfacher Gemeinderat im Ortsparlament sitzt. Gemeindeoberhaupt Franz Allerstorfer soll ohne ausgereifte Vertragsunterlagen beim Gemeinderat am 10. Dezember ein riesiges Projekt auf Schiene bringen wollen. Es geht um 350 neue Wohnungen auf einem Areal von rund fünf Hektar. „Die wesentlichen Projetkunterlagen wurden befremdenswerterweise von Seiten des Projektwerbers GIWOG erstellt und beauftragt. Normalerweise werden Bebauungspläne von unabhängigen Ortsplanern erstellt, von der Gemeinde beauftragt und bezahlt“, kritisiert Architekt und ÖVP-Politiker Hannes Roitner. Grundsätzlich sei die Partei für eine Bebauung auf diesem Grundstück. „Nur setzt dies angemessene und verbindlich festgeschriebene Qualitätsmerkmale voraus.“

Gumpenberger hingegen befürchtet den Verlust des Dorfcharakters und noch mehr Verkehrsprobleme im Westen der Gemeinde. „Dabei gibt es für neue Wohnungen im Ortszentrum viel Potenzial. Es gibt genügend Leerstände oder unverbaute Grundstücke.“ Sein Ex-Parteikollege Allerstorfer sieht in der heftigen Kritik mehr persönliche als sachliche Gründe. „Das hängt damit zusammen, dass Gumpenberger von der Partei nicht für meine Nachfolge nominiert wurde. Er ist früher viel für eine Ortserweiterung eingetreten.“

Mario Zeko
Mario Zeko
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