Innviertler Forscher

Universität distanziert sich von Politologen

Nach dem Wirbel um einen Islamforscher distanziert sich die Universität Salzburg nun klar und deutlich von Aussagen des Politologen. In einem Artikel verglich er Razzien gegen die Muslimbruderschaft mit der Nazizeit. Die Uni prüft nun dienstrechtliche Konsequenzen.

Der Wissenschafter zieht mit seinem umstrittenen Online-Artikel erneut einen Proteststurm auf sich. Darin zieht er Parallelen zwischen den Razzien und den Novemberpogromen von 1938. Dieser Vergleich geht der Uni entschieden zu weit: „Das Vorgehen gegen radikale Tendenzen im politischen Islam mit der „Reichskristallnacht“ zu vergleichen, sei auf das schärfste zu verurteilen“ ist auf der Homepage zu lesen. Die Hochschule prüft dienstrechtliche Konsequenzen.

Politologe bestreitet Vorwürfe
Auch der Leiter des Fachbereichs Politikwissenschaft, Reinhard Heinisch, distanziert sich klar. „Den direkten Vergleich zur NS-Zeit sehe ich zwar nicht, aber seine Aussagen könnte man so interpretieren.“ Der Grad zwischen freier Meinungsäußerung und Grenzüberschreitungen sei vor allem in der Politikwissenschaft oft sehr schmal. Der betroffene Politologe stritt indessen im Ö1-„Mittagsjournal“ ab, dass er die Ereignisse miteinander verglichen hatte.

Stephanie Angerer
Stephanie Angerer
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