11.11.2020 13:39 |

Corona-Maßnahme

Tirol forciert Antigentests gegen Schulschließung

Die Tiroler Bildungslandesrätin Beate Palfrader (ÖVP) bringt die Antigen-Schnelltests als Maßnahme für das Offenhalten der Schulen in Stellung. Das diesbezügliche Pilotprojekt, das in Tirol derzeit in den Bezirken Innsbruck-Stadt und Innsbruck-Land durchgeführt wird, soll durch die schnelle Testung mit mobilen Teams "den ordentlichen Schulbetrieb aufrechterhalten."

Das gelinge etwa dadurch, dass ein Schüler bei einem negativen Test im Unterricht bleiben könne, erklärte Palfrader. Der entscheidende Vorteil dabei sei sowohl das Tempo des Tests als auch dessen Form, fügte Landesschulärztin Claudia Mark hinzu. Der ursprünglich in den Schulen lancierte „Gurgeltest“ sei nämlich ebenfalls ein PCR-Test, für den man ein Labor zur Auswertung benötige. Das falle beim Antigentest weg, man erhalte bereits vor Ort in den Schulen ein Ergebnis, so die Landesschulärztin.

„Bei Kindern leichter durchzuführen“
Auch sei der Nasenabstrich, der für den Schnelltest vonnöten ist, beispielsweise bei Kindern leichter durchzuführen, meinte Mark. „Das hauchdünne Stäbchen kitzelt höchstens und führt nicht, wie bei einem PCR-Test, zu einem etwaigen Würgereflex.“ Bei den bisher erfolgten drei Einsätzen des mobilen Teams habe sich jedenfalls insgesamt herausgestellt, dass der Test „weniger belastend als der Rachenabstrich“ sei, betonte Mark.

„Schulen möglichst lange offenhalten“
Mit dieser Teststrategie wolle man nunmehr die Schulen „so lange wie möglich offenhalten“, meinte auch der Bildungsdirektor für Tirol, Paul Gappmaier. Dem mobilen Team seien zwei Fahrzeuge, eine Leitstelle und eine Administrationskraft sowie 5.000 Schnelltests zur Verfügung gestellt worden. In den jeweiligen Schulen könne dadurch nach erfolgtem Test bereits nach 15 bis 20 Minuten gesagt werden, ob ein Schüler „corona-gesund“ sei oder nicht, so Gappmaier.

Wenige Einverständniserklärungen
Das Problem bei diesen Maßnahmen gegen die drohenden Schulschließungen sei derzeit noch der Rücklauf der notwendigen Einverständniserklärungen für die Schnelltests seitens der Eltern. Insgesamt sind laut Gappmaier und Mark mit Stand vom 4. November lediglich 34,66 Prozent der Erklärungen unterschrieben eingegangen. Eine Zahl, die auch den Präsidenten des Landeselternverbandes, Christoph Drexler, dazu animierte, einen Appell an die Eltern zu richten. „Die Testungen sind in Bezug auf das Offenhalten der Schule ganz einfach sinnvoll“, meinte er.

Diese Zahl der Einverständniserklärungen sei in jedem Fall noch „optimierbar“ meinte Gappmaier, während Palfrader sich erneut für das Offenhalten der Schulen aussprach. „Notfalls eben eingeschränkt“, meinte sie. Von einem „kompletten Lockdown für Schulen“ ging sie darüber hinaus nicht aus. Für den Fall, dass der Bund anders entscheide, sei man aber „gerüstet“, meinte die Landesrätin.

 Tiroler Krone
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