29.10.2020 11:00 |

Fußball

Die Gamsstadt setzt voll auf Pinzgauer Power

Noch rollt in Tirol der Fußball im Amateurbereich – und das beim Regionalliga-Leader Kitzbühel mit viel Salzburger Hilfe höchst erfolgreich. Coach Bernhard Hanser nahm viele Erfolgsgaranten aus Zell am See mit über den Pass Thurn in die Gamsstadt.

Verkehrte Welt: Da versucht der FC Pinzgau zumindest heuer vergebens, mit Hilfe aus Amerika in die 2. Liga aufzusteigen. Der FC Kitzbühel steht dafür mit Pinzgau-Power auf Rang 1 in der Regionalliga Tirol, ist auf bestem Wege in die überregionale Frühjahrs-Westliga.

Zuletzt wieder fünf Pinzgauer in der Startelf
Mit den Brüdern Simon und Josef Viertler, Andi Plaickner, Philipp Zehentmayr und David Drljic bestand fast die halbe Anfangsformation beim letzten 2:0-Sieg gegen Wörgl aus waschechten Pinzgauern, dazu kamen Dominik Hofer und Maurice Entleitner von der Bank. Die meisten davon hat Ex-Zell-Trainer Bernhard Hanser aus der Bergstadt im Sommer in die Gamsstadt mitgenommen.

Von Mittersill in 25 Minuten in „Kitz“
Warum laufen die Pinzgauer nun nicht beim FC Pinzgau auf? „Das wurde ich schon ein paarmal gefragt“, schmunzelte Stürmer Simon Viertler, „aber ich war bereits ein Jahr in Saalfelden, das Gesamtpaket war nicht so stimmig. Während hier in Kitzbühel einfach alles passt“, meinte der Bankbeamte aus Mittersill. Der wie seine Salzburger Kollegen drei- bis viermal pro Woche über den Pass Thurn nach „Kitz“ zum Training fährt. „Dazu brauche ich 25 Minuten, nicht länger als nach Zell“, betont Simon, der auch Coach Hanser lobt: „Der beste Trainer, den ich je hatte. Auf einer Stufe mit Tom Hofer damals bei Anif“, so der neunfache Saisontorschütze.

Infrastruktur muss angepasst werden
Der „Gelobte“ Hanser meint zum Thema Pinzgau-Power für Tirol: „Es ist wie überall: Im eigenen Land zählen die Propheten nix.“ Er will mit seiner Truppe vorne überwintern, ist angesichts der Coronalage aber selbst überrascht, dass noch gespielt werden kann. „Ich bin froh, rechne jedoch bald mit einer Unterbrechung“, betont Viertler. Den Aufstieg in die Frühjahrs-Westliga will sich Kitzbühel nicht nehmen lassen. Ist der Aufstieg in die 2. Liga ein Thema? „2021 nicht. Von der Infrastruktur sind wir nicht bereit. Es fehlt ein geeignetes Flutlicht, auch der Kabinentrakt muss erneuert werden“, sagt der sportliche Leiter Thomas Hartl – natürlich auch ein Pinzgauer.

Herbert Struber
Herbert Struber
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