20.09.2020 15:55 |

Top-Saisonabschluss

Vojta „fliegt“ ganz souverän zum 37. Meistertitel

Großartiger Saisonabschluss für Andreas Vojta! Der 31 Jahre alte Niederösterreicher sicherte sich in Tattendorf bei Wien bei den österreichischen Meisterschaften im 10-km-Straßenlauf überlegen den Titel in 29:31 Minuten. Dies war bereits sein 37. Gold bei österreichischen Leichtathletik-Meisterschaften. In der langen Geschichte dieser Titelkämpfe ist Andi bei den Männern hinter Günther Weidlinger (53) und Dietmar Millonig (41) die Nummer 3 der Titelhamsterer. Bei den Damen setzte sich Sandrina Illes in 34:36 gegen Julia Mayer (34:59) durch.

Andi Vojta hat heuer trotz all der Corona-Epidemie eine großartige Saison hingelegt! Von 1500 m bis hin zu den 10.000 m sorgte er für eine Vielzahl von Klasseleistungen. In 2020 lief er gleich drei persönliche Bestzeiten - bereits in der Halle über 3000 m in 7:51,17, dann im Sommer auf der Bahn über 5000 m in 13:24,03 und über 10.000 m in 28:30,28. Dass es in Tattendorf über 10 km auf der Straße nicht auch noch ein persönlicher Rekord wurde, verhinderte allein der Wind…

Vom Gegenwind gebremst
Denn auf dem 10-km-Rundkurs hatten die Läufer auf dem ersten Teil mit einem kräftigen Gegenwind zu kämpfen. Dies vermasselte dem von Willy Lilge trainierten Athleten die Verbesserung seiner Bestzeit von 29:08 Minuten. Dennoch aber waren seine 29:31 die viertbeste Siegerzeit in der Geschichte dieser Meisterschaften. Die schnellste Meisterschaftszeit hält Günther Weidlinger mit 29:05. Nur Weidlinger, jetzt Präsident des oberösterreichischen Verbandes, hat mit fünf Titeln mehr Goldene im 10-km-Straßenlauf gewonnen als Andi Vojta (4).

Sehr zufrieden
„Ich bin mit dem Abschluss meiner Saison sehr zufrieden“, zeigte sich Vojta auch sehr zufrieden, der vor Timo Theuer (30:13) und Christian Steinhammer (30:41) in Tattendorf gewann, „aber der Wind war schon eine Katastrophe. Unter diesen Bedingungen kann sich meine Zeit noch sehen lassen.“ Jetzt hat Vojta vom Wiener Verein „team2012.at“ eine kurze Ruhepause, ehe er das Olympiajahr angeht, wo er sich über 5000 m für Tokio qualifizieren will. Gerne würde Vojta zwar auch in der Halle laufen, aber ob es überhaupt eine Saison unter dem Hallen-Dach geben wird, steht wegen der Epidemie natürlich in den Sternen.

Nach sechs Kilometern attackiert
Im Damen-Rennen hatte Julia Mayr zunächst auf den 10 km die Tempoarbeit geleistet. Die ersten 5 km bei Gegenwind lag sie vor Sandrina Illes. „Das hatte schon Kraft gekostet“, meinte Julia Mayr später, „die Kraft ließ nach 6 km etwas nach.“ Dies nutzte dann Sandrina Illes (oben im Bild), die über ihren Titelgewinn selbst ordentlich überrascht war. „Ich wollte im Rennen möglichst lange bei Julia dranblieben. Als ich merkte, dass sie bei Kilometer sechs etwas nachließ, hatte attackiert.“ Es war ihr erfolgreicher Angriff auf ihren zweiten 10-km-Titel nach 2018.

Kamenschak setzt Rekordreigen fort
Einen tollen Nachwuchsrekord gab es aber in Tattendorf zu verzichnen! Der noch 16 Jahre alte Keven Kamenschak (unten im Bild) gewann das 5-km-Rennen in der U18-Klasse und verbesserte dort in 14:55 den drei Jahre alten österreichischen U18-Rekord von Albert Kokaly (15:24). Und gleich hinter Kevin Kamenschak blieb Emil Bezecny als Zweiter in natürlich ebenfalls großartigen 14:58 unter der alten Bestmarke von Kokaly.

10-km-Staatsmeisterschaften im Straßenlauf: Männer:
1. Vojta 29:31,
2. Theuer 30:13,
3. Steinhammer 30:41,
4. Bauernfeld 31:45;

Frauen:
1. Illes 34:36,
2. Mayer 34:59,
3. Havlinova 38:47.

Olaf Brockmann, Kronen Zeitung

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