04.09.2020 05:00 |

Schmerzhafte Migräne

Wenn das Gewitter im Kopf explodiert ...

Für Migränepatienten wird der Alltag oftmals zur reinen Qual. Es gilt, rechtzeitig therapeutisch einzugreifen, um einer gefürchtete Chronifizierung vorzubeugen!

„Migräne zählt zu den belastendsten Erkrankungen überhaupt. Es treten wiederkehrende, meist starke Kopfschmerzen auf, die stets mit weiteren Symptomen wie Übelkeit oder Überempfindlichkeit gegenüber Licht und Lärm verbunden sind sowie Alltagsaktivitäten einschränken oder völlig unmöglich machen. Besonders schwer betroffen sind Menschen mit chronischer Migräne, bei der es mehr Tage mit als ohne Kopfschmerzen und mindestens acht Migränetage pro Monat gibt“, erklärt Prof. Dr. Christian Wöber, Leiter der Kopfschmerzambulanz an der Universitätsklinik für Neurologie, Wien.

Akute Attacken werden mit Schmerzmitteln oder anderen Arzneimitteln (Triptane) behandelt. Empfehlenswert sind ausreichende Flüssigkeitszufuhr, regelmäßige Mahlzeiten, genug Schlaf und Ausdauersport. Zur Prophylaxe haben sich Akupunktur, Entspannungstechniken, Mutterkraut oder Magnesium, Medikamente wie Betablocker und Antikörper gegen CGRP (Botenstoff, der für Migräneattacken mitverantwortlich ist) bewährt. Zum Kopfschmerztag am 5. September soll die Migräne-App „M-sense“ mit dem Hashtag #MachMigräneSichtbar die Schmerzen von Migräne-Betroffenen in sozialen Netzwerken aufzeigen - mithilfe von aufrüttelnden Illustrationen und entsprechenden medizinischen Erläuterungen, die den Schmerz erklären.

Tipps, worauf man beim Essen achten sollte, gibt Ernährungswissenschafter Mag. Martin Schiller von der „Ärztekrone":

    • Das Auslassen von Mahlzeiten kann mitunter eine Attacke auslösen. Dies konnte anhand einer Studie bestätigt werden: Während der islamischen Fastenperiode Ramadan kam es vermehrt zu Migräneanfällen.
    • Leichte pflanzenbetonte Kost führt Untersuchungen zufolge zu weniger Schmerzen bei einem Anfall.
    • Der Fettanteil der Nahrung sollte moderat sein. Omega-3-Fettsäuren gelten wegen ihrer antientzündlichen Wirkung als besonders günstig.
    • Manchmal können Nahrungs- und Genussmittel, wie Alkohol, Zitrusfrüchte, geräucherte Produkte oder Dosenfisch und -fleisch, Migräne auslösen.

Karin Rohrer-Schausberger, Kronen Zeitung

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