Gilt als hochbegabt

Nach Drohvideo wurde Gymnasiast suspendiert

Hochbegabt, liebenswert, sanftmütig, verschlossen - und mit einem „eigenwilligen Humor“ ausgestattet. So beschreiben Bekannte den 17-jährigen Gymnasiasten, der mit seinem Drohvideo dafür sorgte, dass das BRG Wallererstraße im oberösterreichischen Wels evakuiert wurde. Von diesem wurde der Siebtklässler mit sofortiger Wirkung suspendiert.

„Der Schüler wird nach Pfingsten nicht am Unterricht teilnehmen. Wie lange die Suspendierung aufrecht bleibt, wird geklärt“, heißt es aus dem Büro von Bildungsdirektor Alfred Klampfer. Damit könnte das Schuljahr für den 17-Jährigen vorbei sein, die Suspendierung kann bis zu vier Wochen dauern. Es steht der Schulausschluss im Raum.

Nach seiner Ausforschung am Freitag über die Internet-Spezialisten des Landeskriminalamts konnte der 17-Jährige nach dem Verhör - „Es war nur Satire“ - am Abend wieder nach Hause zurück. „Es wird wegen des Verdachts der gefährlichen Drohung ermittelt, es gab keine Festnahme oder U-Haft-Anordung“, erklärt Silke Enzlmüller von der Welser Staatsanwaltschaft.

Fünf tote Lehrer, dann winkt ein Pokal
Bekannte des 17-Jährigen, der als hochbegabt gilt, trauen dem Burschen nicht zu, dass er böse Absichten verfolgte, als er die Videosequenz „brgwels game“ programmierte. Dabei stürmt der Spieler mit einem Sturmgewehr in das Gebäude des BRG Wallererstraße - das Ziel: fünf Lehrer töten, dann winke ein Pokal.

Cobra rückte an
Denn als das Spiel auf Instagram erschien und bekannt wurde, rückte in der Realität die Cobra an und die Mathe-Matura wurde verschoben. Der Schüler versteckte sich in der virtuelle Welt hinter Pseudonymen wie „Alex BruhMoment“ und der Actiongame-Figur „Alexander Senaviev“ - jetzt muss er im richtigen Leben die Konsequenzen tragen.

Markus Schütz, Kronen Zeitung

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