29.04.2020 11:46 |

Animal Hoarding

17 Katzen und Hündchen aus Haus gerettet

Ein schreckliches Bild bot sich den Tiko-Mitarbeitern in Eberndorf, als sie Mitte April von der Polizei zu einem Wohnhaus gerufen wurden. Nachdem die Besitzerin verstorben war, galt es zuerst nur einen Hund abzuholen. Als die Tierretter das Haus betraten, fanden sie nicht nur einen verschreckten Kleinspaniel (Papillon) vor, sondern auch noch 17 teilweise in Käfige gepferchte und völlig verwahrloste Rassekatzenmischlinge. Die armen Tiere wurden ins Tiko Klagenfurt gebracht, wo sie nun aufwändig tierärztlich versorgt werden müssen.

Aufgrund der erhöhten Sicherheitsbestimmungen in Zeiten von Corona war der Tierrettungseinsatz besonders kräftezehrend. Insgesamt wurden 17 Maine-Coon- und Perserkatzenmischlinge aus dem Haus in Eberndorf geborgen und zur Versorgung ins TiKo gebracht. Das Fell der Katzen war stark verfilzt und verdreckt, die Augen verklebt und teilweise eitrig. Einige der Katzen leiden jetzt noch unter Schnupfen, außerdem waren alle verfloht. Ihre Zähne sind noch immer  in einem äußerst schlechten Zustand. Die meisten der Katzen sind scheu und verängstigt.

Der Hund, ein kleiner Papillon, war ebenfalls stark verfilzt, verfloht und sehr dünn. „Seine Haut ist so mitgenommen, dass er am Rücken kaum noch Haare hat. Anfangs war er sehr verschreckt, nach ein paar Tagen ist der kleine Kerl aber schon etwas zutraulicher geworden und sucht nun bereits die Nähe der Tierpfleger“, berichtet Nina Zesar vom Tiko Klagenfurt.

Aufwendige Versorgung
Die Tiere befinden sich seit der Rettung im TiKo unter Quarantäne und werden unter besonderen Hygienemaßnahmen medizinisch versorgt, aufgepäppelt und liebevoll gepflegt. Da sehr viele der geborgenen Katzen unter FORL leiden, einer schmerzhaften Erkrankung der Zähne und des Zahnfleisches, müssen kostenintensive Zahnsanierungen vorgenommen werden. Übliche Behandlungen, wie Wurm- und Flohkuren, Impfungen und Kastration stehen ebenfalls bei fast allen Katzen an. Der finanzielle Aufwand ist dementsprechend hoch!

„Es ist immer wieder unfassbar, dass so ein Tierleid jahrelang unentdeckt bleibt. Wir können nur immer wieder aufklären und überforderten Tierbesitzern unsere Hilfe anbieten,“ betont die Präsidentin des Landestierschutzvereines Kärnten, Tara Geltner.

Claudia Fischer
Claudia Fischer
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