31.03.2020 10:16 |

Internet-Ombudsmann

Abo-Fallen waren 2019 häufigstes Ärgernis im Netz

4762 Beschwerden - das entspricht einem Plus von gut 30 Prozent - und 5584 Anfragen (fast plus 88 Prozent) sind im Vorjahr beim Internet-Ombudsmann eingelangt. Die gemeldete Schadenshöhe aller Beschwerden betrug der staatlich anerkannten Streitschlichtungsstelle zufolge rund 1,71 Millionen Euro. 58 Prozent der Beschwerden betrafen Betrugsfälle.

Das häufigste Ärgernis waren Abo-Fallen im Netz mit einem Anteil von 38 Prozent. Zu einem großen Teil geht es hier um betrügerische Film-Streaming-Plattformen: Auf der Suche nach kostenlosen Blockbustern registrieren sich Konsumenten, wenige Tage später kommt die Rechnung für eine angeblich abgeschlossene kostenpflichtige Mitgliedschaft.

Auch die Beschwerden zu Abo-Fallen mit Kreditkartenabbuchungen haben zugenommen. Hier wird Nutzern via SMS, Spam oder Werbung vorgegaukelt, sie hätten bei einem Gewinnspiel gewonnen. Geben sie ihre Kreditkartendaten preis, buchen die Betrüger monatlich Beträge ab. Ein wirksamer Vertrag kommt bei solchen Maschen nicht zustande und die gestellten Rechnungen müssen nicht bezahlt werden, betonten die Experten.

Vorsicht vor Fake-Shops
Fake-Shops mit einem Anteil von 16 Prozent an den Beschweren täuschen einen Online-Shop vor. Spitzenreiter in dieser Kategorie war 2019 „Cragoo“, so die Konsumentenschützer. Ein weiteres Ärgernis sind unseriöse Online-Händler, die minderwertige bzw. gefälschte Produkte verkaufen. Weitere Beschwerdegründe betrafen klassische Probleme im E-Commerce wie Unklarheiten beim Vertragsabschluss (acht Prozent), Lieferverzug bzw. keine Lieferung (sieben Prozent), Streitigkeiten um das gesetzliche Rücktrittsrecht (fünf Prozent), die Wirksamkeit einer Kündigung bzw. die Laufzeit eines Vertrags sowie Beschwerden zum Thema Datenschutz (jeweils vier Prozent).

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