Task Force einberufen

UEFA-Notfallplan: Das sind die drei EM-Szenarien

Die Ausbreitung des Coronavirus sorgt für zunehmende Spekulationen um die Austragung der Fußball-EM von 12. Juni bis 12. Juli. Wird die EURO ganz abgesagt? Gibt es Geisterspiele, wird sie um ein Monat oder gar um ein ganzen Jahr verschoben? Fest steht: Der Druck auf UEFA-Präsident Aleksander Ceferin wächst täglich.  

„Sie wissen nicht, wie viele Sorgen wir haben, Sicherheit, politische Stabilität, Virus. Wir kümmern uns darum, und wir sind zuversichtlich, dass wir damit umgehen können“, hatte Ceferin vergangene Woche nach dem UEFA-Kongress in Amsterdam gesagt. Generalsekretär Theodore Theodoridis sprach von „verschiedenen Szenarien“. Laut internationalen Medienberichten soll die Task Force der UEFA auf insgesamt drei möglichen Szenarien gekommen sein. Hier ein Überblick:

  • Szenario 1: Die EM findet wie geplant, aber vor leeren Rängen, also nur als Geisterspiele statt. Das Problem: Die nationalen Verbände und Ligen wären damit einem riesigen Termin-Chaos ausgesetzt. Denn ein geregelter Meisterschaftsbetrieb ist mittlerweile in fast keinem Land mehr möglich. So weiß die italienische Zeitung Tuttosport: „Beinahe alle Verbände bitten darum, die EURO 2020 zu verschieben, um die nationalen Meisterschaften mit einem Minimum an Planmäßigkeit zu Ende spielen zu können.“ 
  • Szenario 2: Die interkontinental ausgetragene EURO findet nur in Ländern statt, die nicht zum Corona-Krisengebiet zählen. Also nicht in Rom, sondern etwa in Dublin. Aber auch dieses Szenario würde das Termin-Chaos nicht lösen. In der italienischen Serie A ruht derzeit der Spielbetrieb bis Anfang April, auch in der Schweiz und Österreich wird nicht gespielt. In anderen Ländern wie Deutschland finden Spiele vorerst unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Deshalb präferieren mittlerweile viele der nationalen Verbände und Ligen Szenario 3.
  • Szenario 3: Die dritte Option wäre die Absage und Verschiebung der EM. Bestenfalls nur um einen Monat, was allerdings Auswirkungen auf die Olympischen Spiele in Tokio hätte, oder gar um ein ganzen Jahr in den Sommer 2021. Dann sollte aber schon die Klub-WM der FIFA mit erstmals 24 Mannschaften in China stattfinden.

Noch will sich die UEFA nicht festlegen, sie hat eine Verschiebung zuletzt sogar zurückgewiesen: „Die EURO 2020 startet am 12. Juni 2020 in Rom. Die UEFA steht bezüglich des Coronavirus und seiner Entwicklung mit den zuständigen internationalen und lokalen Behörden in Kontakt. Der geplante Zeitplan muss nicht geändert werden. Das Thema wird ständig überprüft“, hieß es am Dienstag. Doch der Druck wächst täglich ...

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