01.03.2020 07:51 |

„Krone“-Interview

Susie Wolff: „Hunger von Mercedes inspirierend“

Das fünfte Saisonrennen der vollelektrischen Formel E in Marrakesch gewann Pole-Mann Antonio Felix da Costa (Techeetah), der auch die Gesamtführung übernahm, vor Halb-Österreicher Max Günther im BMW. Titelverteidiger Jean-Eric Vergne, der am Tag vor dem Rennen wegen Verdacht auf das Corona-Virus in einem Spital unter Quarantäne gestanden war, raste von Startplatz elf noch auf Rang drei.

Für das Team von Susie Wolff, Rokit Venturi Racing, holte Edoardo Mortara Rang fünf, Ex-Formel 1-Fahrer Felipe Massa landete auf Platz 17. Bevor es am 4. April mit dem Auftakt der voestalpine European Races in Rom weitergeht, sprach die 37-jährige Schottin und Frau von Mercedes-Boss Toto Wolff mit der „Krone“ in Marokko über...

die Situation in ihrem Team: „Ich habe mir ehrlich gesagt schon etwas mehr erwartet, zumindest haben wir bisher in jedem Rennen Punkte geholt. Wir brauchen jetzt andere Ergebnisse -aber die Köpfe bei unseren Fahrern bleiben weiter oben, wir haben das richtige Paket. Das Momentum kann in der Formel E ganz schnell wechseln.“

„Hilfe“ von Mercedes: „Für beide ist die Situation mit uns als Kundenteam ein Vorteil. Wir haben statt zwei jetzt vier Datensätze tauschen uns aus, können voneinander lernen.Sie haben den selben elektrischer Antriebsstrang, liegen im Feld oft weit vorne, das lässt auch uns hoffen.“

Testfahrer Leclerc: „Wir sind ein Team aus Monaco - und es gibt nicht so viele monegassische Topfahrer auf der Welt. Sein Bruder Charles ist bei Ferrari top, aber auch Arthur zeigt mit seinen 19 Jahren beeindruckenden Speed. Unser Team-Besitzer hat den Traum von einem heimischen Fahrer in der Formel E. Arthur hat mit der Ferrari Driver Academy und Formel 3 viel vor, wir unterstützen ihn schon lange und auch weiterhin.“

den Einstieg von Mercedes und Porsche in die Formel E: „Für die Serie war der natürlich sehr positiv, sie investieren viel, sind präsent, die Rennen sind jetzt noch herausfordernder. Wir haben nun 12 Teams in der Formel E, von denen zehn jederzeit gewinnen können.“

den „Lenkradtrick“ in der Formel 1: „Hut ab! Es ist inspirierend, dass Mercedes trotz der vielen Erfolge in den letzten sechs Jahren noch so hungrig nach Innovationen ist. Das neue System ist beeindruckend, dank Toto habe ich gewusst, dass es kommt und wie es funktionieren wird.“

Folgen durch den Corona-Virus: „Natürlich ist das abseits der Strecke bei allen Thema. Wir sind uns der Gefahren bewusst, nehmen die Sache ernst. Aber wir werden auch nicht überreagieren.“

den Brexit: „In den letzten vier Wochen habe ich fast nichts davon gespürt - unser Team ist in Monaco, ich wohne derzeit in der Schweiz. Ich hoffe auf Stabilität in Großbritannien, bin einfach froh, dass ich nach drei intensiven Jahren nichts mehr darüber lesen muss.“

Florian Gröger, Kronen Zeitung (aus Marrakesch)

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