Drama bei Drachenwand

Bub (6) stürzte vor Augen der Mutter in den Tod

Ein sechsjähriger Bub aus Tschechien ist am Samstagabend beim Abstieg von der Drachenwand in St. Lorenz am Mondsee in Oberösterreich in den Tod gestürzt. Seine Mutter (42) musste die Tragödie mit ansehen, die schwer geschockte Frau und ihre Begleiter werden von einem Kriseninterventionsteam betreut.

Der Bub und seine Mutter waren Teil einer vierköpfigen Klettergruppe aus Tschechien, die am Samstag zunächst den Drachenwand-Klettersteig erklommen hatte. Beim Abstieg in der Dunkelheit über den Hirschsteig hat sich dann im Bereich des Saugrabens das unfassbare Unglück zugetragen: Der Bub stolperte und stürzte etwa 60 Meter über felsiges Gelände in ein Bachbett.

Reanimation ohne Erfolg
„Seine Mutter und die Begleiter haben in der Dunkelheit nicht sehen können, wohin und wie weit er abgestürzt ist“, sagte Einsatzleiter Heinz Hemetsberger von der Bergrettung Mondseeland. Die alarmierten Bergretter stiegen zunächst zur Gruppe auf und seilten sich dann in die Schlucht ab. Dort stießen sie nach 60 bis 70 Metern auf den Buben. Weil eine Taubergung durch den Rettungshubschrauber in dem engen Graben nicht möglich war, seilte die Bergrettung den Notarzt hinab. Allerdings blieben sämtliche Reanimationsmaßnahmen ohne Erfolg.

Mutter erlitt Schock
Die Mutter, die den tödlichen Unfall mit ansehen musste, erlitt einen schweren Schock. Die 42-Jährige und ihre Begleiter (darunter auch ihr 41-jähriger Lebensgefährte) werden vom Kriseninterventionsteam betreut.

Tour gekannt
„Die Mutter und ihr Partner kannten den Weg. Sie sind die Tour schon öfter gegangen“, sagte EinsatzleiterHemetsberger. „Das Kind ist aber zum ersten Mal dabei gewesen“. Die Klettersteigtour - sie weist eine Schwierigkeit von C/D auf - sei anstrengend und eigentlich für Erwachsene konzipiert.

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