Anrainer sind ratlos

Brückenchaos spitzt sich weiter zu

„Weiter warten“, heißt’s für die Brückbauarbeiter in Ansfelden. Nicht etwa wetterbedingt. Eine Klage blockiert seit August die Fertigstellung der Mühlbachquerung. Die Anrainer verlieren die Geduld. Seit Wochen ignoriert die Gemeinde ihre Ansuchen. Sorge bereitet ihnen auch eine Überflutung ihrer Grundstücke.

Bewohner ratlos
„In unserem Garten stand das Wasser 40 Zentimeter hoch, in der nahegelegen Au bis zu einem Meter. Wir konnten nicht einmal mehr mit dem Auto fahren“, ist eine Bewohnerin im Ansfeldener Ortsteil Freindorf ratlos. Die Gemeinde wimmelte sie mehrmals ab. „Weil der zuständige Mitarbeiter auf Urlaub war“, stellt Bürgermeister Manfred Baumberger (SP) gegenüber der „Krone“ klar.

Grund für Hochwasser unklar
Warum es zur mehrtägigen Überflutung kam, kann auch der Stadtchef nicht sagen. Er verweist auf den Gewässerbezirk. Dort wusste Leiter Franz Gillinger gestern, Dienstag, auch nichts vom Hochwasser. Deshalb wird in Freindorf wieder heftig spekuliert. Womöglich hat ein Anrainer, der seit Jahren mit der Gemeinde im Clinch ist, die Wehr geöffnet.

Brücke wäre in fünf Tagen fertig gewesen
Fakt ist, dass er im Sommer während der Erneuerung der Mühlbachbrücke eine Besitzstörungsklage eingereicht hat. Rund ein Quadratmeter seines Grundstücks ist betroffen. Fünf Tage vor der Fertigstellung mussten die Arbeiten unverzüglich gestoppt werden.

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Bei der Besitzstörungsklage geht es um nicht einmal einen Quadratmeter Grund, den wir für die Arbeiten an der Brücke über den Mühlbach benötigen.

Manfred Baumberger, SP-Bürgermeister

Gerichtsverfahren läuft
Das Gerichtsverfahren läuft noch immer. „Es beschäftigt zwei Gerichte“, schüttel Baumberger den Kopf. Die Anrainer müssen seit einem halben Jahr über eine Behelfsbrücke aus Holz zu ihren Postkästen. Müllabfuhr und Lieferanten müssen einen weiten Umweg machen, um zu den Häusern zu gelangen.

Mario Zeko
Mario Zeko
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Samstag, 26. September 2020
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