01.02.2020 14:37 |

Nordische Kombination

Riiber baut Führung im Seefeld-„Triple“ aus!

Jarl Magnus Riiber ist drauf und dran, als erster Norweger im „Nordic Combined Triple“ zu reüssieren! Der aktuell beste Nordische Kombinierer des Weltcups beeindruckte beim Saisonhöhepunkt in Seefed auch am zweiten Tag, er baute seinen Vorsprung vor dem Finale am Sonntag auf mehr als eine Minute aus. Der Tiroler Lukas Greiderer ist als Neunter, 1:44 Minuten zurück, der beste Österreicher.

Riiber wird ohne Missgeschick am Sonntag (ein Sprung und 15 km Langlauf/12 Uhr und 14.40 Uhr) die Nachfolge des nach einer Kreuzbandoperation rekonvaleszenten Mario Seidl antreten und sich ein Preisgeld von insgesamt 24.000 Franken (22.400 Euro), davon 16.000 Franken (14.950 Euro) für den Gesamtsieg, sichern. Er führt mit 1:07 Minuten Vorsprung auf seinen Teamkollegen Jörgen Graabak, der sich vom siebenten Platz nach dem Springen verbesserte. Seefeld-Weltmeister Riiber freute sich über sein „großartiges Gefühl“ im Ziel, ist sich aber der Laufstärke von Graabak, dem Olympiasieger von 2014, bewusst. „Ich brauche für die 15 Kilometer rund eine Minute Vorsprung auf Jörgen, der sehr gut in Form ist. Ich hoffe, ich kann im Springen noch ein paar Extra-Sekunden holen“, sagte der 22-Jährige nach seinem 23. Weltcup-Sieg. In dieser Saison hat er zehn der bisherigen zwölf Bewerbe gewonnen. Graabaks Plan für Sonntag: „Ich muss noch besser springen und brauche auch Glück.“

Das Team von ÖSV-Cheftrainer Christoph Eugen hatte im Vorjahr in Chaux-Neuve (FRA) den Triple-Gesamtsieger gestellt, zudem war Franz-Josef Rehrl nach seinen zwei bisher einzigen Weltcup-Siegen Gesamt-Dritter. Das Podest scheint diesmal unerreichbar. Dabei hätte Greiderer mit etwas Rennglück zu der Gruppe mit Graabak, Vinzenz Geiger (+1:09,5), dem vierfachen Triple-Gewinner Erc Frenzel (+1:17,8/) und zwei weiteren Norwegern aufschließen können, die um den zweiten Rang sprintete. „Etwas enttäuscht bin ich schon, ich wollte heute mehr gutmachen“, sagte der Tiroler, der gemeinsam mit dem Finnen Ilkka Herola vergeblich Jagd machte. „Ich bin einfach nicht zu dieser Gruppe hingekommen, die haben nie taktiert. Wir hatten ein einsames Rennen, da verliert man in den Abfahrten auf die Gruppe immer einige Sekunden“, erklärte Greiderer, der mit dem Reserve-Sprungschuh von Dominik Terzer auf 102 Meter gesegelt war. Sein eigener Schuh war am Vortag gebrochen.

Rehrl, der dreifache WM-Dritte von 2019, war aus ungewohnter Position als 22. gestartet, nachdem er den am Freitag ausgefassten Rückstand im Springen nicht zu reduzieren vermochte, und nimmt den Schlusstag als 19. (+2:38,1) in Angriff. „Auf der Schanze war es leider nichts, das wird auch morgen nicht mehr besser werden, ich kann nur auf ein Wunder hoffen“, sagte der 26-Jährige. „Der rote Faden auf dieser Schanze fehlt leider. Das waren meine zwei schlechtesten Weltcups seit zwei Jahren. Schade, dass das daheim passiert.“ Im Laufen habe er jedoch gut gekämpft. „Aber ich war nach der ersten Runde schon am Anschlag, in der letzten ist es zäh geworden, ich musste jeden Kilometer voll beißen.“ Besser schlug sich neuerlich Martin Fritz. Der Steirer liegt als 14. 2:23 Minuten zurück. „Das Springen war durchwachsen, aber in der Loipe war es richtig gut“, sagte der Wahl-Ramsauer, dem nur wenige Sekunden auf die Top Ten fehlen. Die sind auch sein Ziel.

Das Ergebnis
1. Jarl Magnus Riiber (NOR) 23:28,3 Min. (1. nach dem Springen/17. im Langlauf)
2. Jörgen Graabak (NOR) +1:07,0 Min. (7./1.)
3. Vinzenz Geiger (GER) +1:09,5 (6./4.)
4. Eric Frenzel (GER) +1:17,8 (3./15.)
5. Espen Björnstad (NOR) +1:26,7 (5./20.)
6. Jens Luraas Oftebro (NOR) +1:28,7 (2./32.)

Weiters:
9. Lukas Greiderer (AUT) +1:44,4 (8./12.)
14. Martin Fritz (AUT) +2:23,5 (13./23.)
16. Johannes Lamparter (AUT) +2:29,9 (19./11.)
19. Franz-Josef Rehrl (AUT) +2:38,1 (22./10.)
22. Lukas Klapfer (AUT) +3:05,4 (25./19.)
25. Thomas Jöbstl (AUT) +3:30,8 (29./21.)
29. Manuel Einkemmer (AUT) +3:41,5 (23./38.)
33. Stefan Rettenegger (AUT) +4:19,1 (32./39.)


Der Stand im Gesamtweltcup:
1. Jarl Magnus Riiber (NOR) 1060 Punkte
2. Jörgen Graabak (NOR) 691
3. Vinzenz Geiger (GER) 665
Weiters:
7. Franz-Josef Rehrl (AUT) 325
10. Lukas Greiderer (AUT) 276
11. Martin Fritz (AUT) 245
14. Thomas Jöbstl (AUT) 179
16. Lukas Klapfer (AUT) 147
18. Philipp Orter (AUT) 132
25. Johannes Lamparter (AUT) 82

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