08.07.2010 12:38 |

Minus 25 Prozent

Starker Rückgang von Firmenpleiten im Burgenland

Glückliches Burgenland – zwar sind die Firmeninsolvenzen im ersten Halbjahr 2010 bundesweit um 5,2 Prozent zurückgegangen, den stärksten Rückgang gab es allerdings im Burgenland: Im Vergleich zum Vorjahr gingen um ein Viertel weniger Unternehmen pleite.

Im ersten Halbjahr 2010 sind die Unternehmensinsolvenzen mit österreichweit 3.325 Fällen um 5,2 Prozent zurückgegangen - davon wurden mit 1.719 Fällen um 6,3 Prozent weniger neu eröffnet. Mit minus 4,1 Prozent weniger stark gesunken ist im Vergleich dazu die Zahl der Fälle, die mangels kostendeckenden Vermögens abgewiesen wurden (1.606). Den Rückgang der Firmeninsolvenzen im zweiten Jahr der Krise habe man nicht vorhergesehen, so die Creditreform.

Konjunkturpakete, Eigenkapital und Flexibilität
Den Grund dafür sieht sie in der "im Vergleich zu deutschen Unternehmen relativ guten Ausstattung mit Eigenkapital", den staatlichen Konjunkturpaketen und der "Flexibilität" der Unternehmen, sich beispielsweise mittels Kurzarbeit auf veränderte Rahmenbedingungen einzustellen. Die Gründe für die eingetretenen Insolvenzen liegen laut einer Creditreform-Umfrage in Kapitalmangel, Managementfehlern und der "allgemeinen Wirtschaftslage".

Betrachtet man die Insolvenzen nach Bundesländern, ist das Minus im Burgenland mit 25 Prozent am stärksten. Daneben gibt es auch in der Steiermark (minus 16,4 Prozent), Tirol (minus 15,2 Prozent) und Kärnten (minus 13,4 Prozent) starke Rückgänge. In Vorarlberg ist als einzigem Bundesland die Zahl der Insolvenzen dagegen um 45,5 Prozent gestiegen. In einer Gliederung nach Branchen werden die Segmente "Verkehr- und Nachrichtenübermittlung" und "Bauwesen" als jene Bereiche angeführt, die am häufigsten betroffen waren.

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