Labors in Bereitschaft

Coronavirus: Wiens Spitäler für Ernstfall gerüstet

Wien
26.01.2020 12:21

Nach Infektionen mit dem Coronavirus in Frankreich besteht nun auch in Wien der Verdachtsfall auf eine Infektion. Eine Flugbegleiterin, die sich vor einigen Tagen in Wuhan aufhielt, befindet sich derzeit auf der Isolierstation des Kaiser-Franz-Josef-Krankenhauses. Am Sonntag bestätigte der chinesische Gesundheitsminister, dass die Übertragungsfähigkeit des Coronavirus nach dem Ausbruch stärker werde und die Zahl der Infektionen weiter steigen könnte. Während Experten beruhigen, sind Wiens Spitäler auf den Ernstfall vorbereitet.

Das Wiener Kaiser-Franz-Josef-Spital, spezialisiert auf Diagnose und Behandlung, wurde 2012 aufgerüstet. Damals auch, um etwa der Einschleppung der Ebola-Krankheit aus Afrika begegnen zu können. Die speziell ausgestatteten Räumlichkeiten können nur durch eine Unterdruckschleuse betreten werden. Was bedeutet: Luft - und damit mögliche Krankheitserreger - kann nicht aus dem Raum dringen.

Eine Art Ampel zeigt an, ob die Schleuse zugänglich ist, oder ob sich gerade jemand darin befindet. Ärzte und Pfleger müssen im Isolierbereich einen flüssigkeitsdichten Schutzanzug verwenden. Nach dem Verlassen des Patientenzimmers muss eine weitere Schleuse durchquert werden. Dort wird auch die Sicherheitskleidung dekontaminiert und entsorgt.

(Bild: „Krone“, stock.adobe.com)

Streng durchgeplantes Prozedere
Wird eine Person mit verdächtigen Symptomen oder auch einer entsprechenden Vorgeschichte eingeliefert, beginnt ein streng durchgeplantes Prozedere, das sofort auch alle Maßnahmen zur möglichst schnellen Abklärung eines Verdachts anstößt. Im Fall des Coronavirus-Verdachts erfolgen die Labortests am Zentrum für Virologie der MedUni Wien.

(Bild: AP)

Die Spezialisten an der Abteilung haben in den vergangenen Jahren mehrere der derzeitigen Situation rund um den Coronavirus-Verdacht ähnliche Ereignisse bewältigt. So konnte man 2014 auch eine 29-jährige Patientin aus Saudi-Arabien heilen, die sich mit dem MERS-Virus infiziert hatte.

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