24.01.2020 12:46 |

Super-G in Kitzbühel

Kjetil Jansrud schnappt Matthias Mayer Sieg weg

Überraschungssieger im Super-G in Kitzbühel. Der norwegische Altmeister Kjetil Jansrud, zuletzt nicht in absoluter Topform, setzte sich am Freitag an die Spitze und vermasselte einen Heimsieg von Matthias Mayer (+0,16), der ex aequo mit Aleksander Aamodt Kilde (Norwegen) Zweiter wurde.

Mitfavorit Vincent Kriechmayr (+0,79) verpatzte seine Fahrt und verpasste als Sechster einen Platz unter den besten Fünf. Einen Rang hinter ihm klassierte sich der Schweizer Beat Feuz (+0,86). Daniel Danklmaier (+1,22) schaffte es mit Startnummer 37 auf den zwölften Platz. Max Franz (+1,73) erwischte einen ganz schlechten Tag und landete außerhalb der Top 20.

Jansrud feierte seinen 23. Weltcupsieg, den ersten seit dem Super-G in Lake Louise im November 2018 und insgesamt zweiten in Kitzbühel, wo er bereits 2015 einmal die Abfahrt gewonnen hat. Olympiasieger Mayer übernahm die Führung im Super-G-Weltcup von Kriechmayr. Im Gesamtweltcup behielt Technikspezialist Henrik Kristoffersen die Führung, Kilde ist Zweiter, es folgen der Franzose Alexis Pinturault und Mayer.

Matthias Mayer, der schon wie der sichere Sieger aussah, bevor Jansrud eine famose Fahrt hinlegte, war schon etwas enttäuscht, dass es nicht für den ersten Platz reichte. „Im Ziel mit dem Einser abzuschwingen, war ein unglaubliches Gefühl. Das wollte ich einfach genießen. Ich habe schon auf den Sieg gehofft, aber Kjetil ist unglaublich gefahren, er hat es recht gut runtergebracht“, so Mayer.

Mit einem Sieger Jansrud rechnten zuvor nur die wenigsten, auch er selbst nicht: „Ich habe mich zuletzt nicht so wohl gefühlt, aber so wie es heute für mich gelaufen ist, bin ich natürlich sehr zufrieden.“ Die Strecke habe ihm sehr getaugt, „immer Vollgas, das ist schon super“.

Kilde freute sich über sein erstes Podest in der Gamsstadt. „Einmal war ich in Kitzbühel schon Vierter, das ist sehr schön jetzt. Das war von oben bis unten eine stabile Fahrt. Kjetil ist im Training so schnell, ich habe gespürt, dass er heute gefährlich ist.“ Ski-Pensionist Aksel Lund Svindal war als Zuschauer mit dabei: „Eine perfekte Show“, freute er sich mit seinen Freunden mit.

Eröffnet wurde das Rennen bei Traumwetter von Vorjahressieger Josef Ferstl, der schon nach Nummer zwei, dem Österreicher Christian Walder entthront war. Die erste eindrucksvolle Richtzeit legte der Italiener Mattia Casse mit Nummer sechs hin, die allerdings gleich vom Schweizer Mauro Caviezel unterboten wurde, Vincent Kriechmayr reihte sich dahinter ein. Dem Trio blieben am Ende die Ränge vier, fünf und sechs, der Schweizer Beat Feuz wurde Siebenter.

Kriechmayr hatte nach dem Sturz im Abfahrttraining am Vortag wegen der lädierten Hand Probleme beim Starten, aber keine Schmerzen. „Aber dafür war die Zeit eh ganz okay. Ich habe zwei Fehler gemacht, das erklärt den Rückstand“, sagte der Oberösterreicher, der mit dem Grundspeed ganz zufrieden war.

Als Zwölfter errang Daniel Danklmaier das überhaupt erst dritte und zugleich beste Super-G-Ergebnis seiner Karriere, erstmals punktete er in dieser Saison in dieser Disziplin. „Ich habe schon richtig gute Super-G-Fahrten gezeigt, aber ich habe es nicht runtergebracht. Heute hatte ich ein richtig gutes Rennen, ich bin voll zufrieden“, sagte der Steirer, der viel Motivation mit in die Abfahrt nimmt. „Der liegt mir, der Hügel.“

Christian Walder landete auf Platz 18, der sich mit Problemen durch die Saison kämpfende Max Franz auf 24. „Reingehaut hätte ich mich, Fehler darfst du hier halt nicht machen, schon gar nicht an einer Stelle, wo du das überhaupt nicht brauchst, wo es dann bergauf geht. Das ärgert mich sehr“, sagte der Kärntner Franz. Ohne Punkte blieb Stefan Babinsky als 38. Otmar Striedinger und Johannes Kröll schieden aus.

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