04.01.2020 17:09 |

Liensberger Dritte

Geniale Vlhova versaut Shiffrin das Zagreb-Triple!

Alles hat einmal ein Ende - Petra Vlhova hat Schluss gemacht mit der Slalom-Siegesserie von Mikaela Shiffrin! Die Slowakin setzte sich am Samstag beim Weltcup in Zagreb mit 1,31 Sekunden Vorsprung auf die US-Amerikanerin durch. Diese hatte zuletzt am 8. Jänner 2019 einen Torlauf nicht gewonnen, als Vlhova in Flachau triumphierte. Für diese war es nun der 11. Weltcup-Sieg, der 6. im Slalom. „Es ist immer ein großer Kampf“, sagte die 2018 und 2019 in Zagreb siegreich gebliebene Shiffrin, die nach großem Rückstand im 1. mit der Performance im 2. Durchgang zufrieden war.

Als beste Österreicherin landete Katharina Liensberger unmittelbar hinter den beiden außerirdischen Slalom-Artistinnen auf Platz drei (+3,49). Sie schaffte es damit, ihre Form vom Ende des alten Jahres, als sie 3. im Riesentorlauf und 4. im Slalom in Lienz wurde, ins neue Jahr mitzunehmen. „Großartig, es hat so viel Spaß gemacht. Es hat mir alles abverlangt“, sagte die Vorarlbergerin im ORF-TV-Interview. Sie fuhr zum 2. Mal in ihrer Karriere auf das Slalom-Podest. Zum 1. Mal gelang ihr das vor einem Jahr in Flachau als 3..

Mit Katharina Truppe, die 7. wurde, landete eine weitere Österreicherin in den Top Ten. „Den 7. nehme ich heute sehr dankbar an. Ich bin froh, dass es doch wieder geht“, zeigte sich die Kärntnerin zufrieden. Auch Chiara Mair (15.), Franziska Gritsch (20.) und Michaela Dygruber (26.) holten Weltcup-Punkte. Katharina Huber rutschte im 1. Durchgang nach der 1. Zwischenzeit aus, Katharina Gallhuber verpasste mit einem total verhauten Lauf um zwei Zehntelsekunden den 2. Abschnitt.

Die Basis für ihren 11. Weltcup-Sieg legte Vlhova mit einem fehlerfreien 1. Lauf mit Startnummer eins, an der sich alle Konkurrentinnen die Zähne ausbissen. Auch Shiffrin, die sich im oberen Teil der kompakten, harten Piste einen Patzer leistete, den sie nicht mehr wettmachen konnte. 1,16 Sekunden betrug der Rückstand der Weltcup-Gesamtführenden zur Pause. Die Halbzeit-3. Wendy Holdener aus der Schweiz lag schon 1,81 zurück, die viertplatzierte Liensberger 1,99. Im Finale gelang Shiffrin, die im Zielraum sofort von ihren Eltern Aufmunterung erhielt, keine Aufholjagd mehr.

Obwohl sie angriff, nahm ihr Vlhova noch 15 Hundertstel ab. Die 24-jährige US-Amerikanerin hatte 2013, 2015, 2018 und 2019 in Zagreb gewonnen - mit einem durchschnittlichen Vorsprung von 1,43 Sekunden. Vier Siege waren sonst nur noch Marlies Raich (Schild) auf dem Sljeme gelungen. „Ich erwarte nie, zu gewinnen. Ich muss immer auf den Punkt alles richtigmachen“, gab sich Shiffrin als faire Verliererin. „Heute war sie einfach zu stark“, fügte sie hinzu. „Endlich habe ich beide Läufe wirklich perfekt hingebracht“, freute sich denn auch Vlhova.

„Ich habe gewusst, dass Miki wirklich schnell war. Ich musste also voll riskieren.“ Das gelang der 24-Jährigen auch, die mit lauten „Petra, Petra“-Sprechchören im Ziel bejubelt wurde. Lob gab es nicht das erste Mal in Zagreb für die Piste. „Eigentlich perfekt“, meinte Shiffrin nach dem ersten Durchgang. „Super beieinander“, sagte Liensberger. „Sie ist sehr eisig, trotzdem ist ein bisschen ein Grießschnee drauf, der durchs Rutschen aber rausgegangen ist.“ Die Temperatur lag gegen Mittag bei fast zehn Grad.

Das Ergebnis:
1. Petra Vlhova (SVK) 1.57,98 Minuten
2. Mikaela Shiffrin (USA) +1,31 Sekunden
3. Katharina Liensberger (AUT) +3,49
4. Wendy Holdener (SUI) +3,60
5. Anna Swenn-Larsson (SWE) +3,62
6. Nina Haver-Löseth (NOR) +3,79
7. Katharina Truppe (AUT) +4,42
8. Aline Danioth (SUI) +4,54
9. Kristin Lysdahl (NOR) +4,70
10. Emelie Wikström (SWE) +4,89
11. Laurence St-Germain (CAN) +5,36
12. Michelle Gisin (SUI) +5,44
13. Irene Curtoni (ITA) +5,51
14. Martina Peterlini (ITA) +5,60
15. Chiara Mair (AUT)+5,65
16. Magdalena Fjällström (SWE) +5,94
17. Amelia Smart (CAN) +5,95
18. Elena Stoffel (SUI) +5,97
19. Christina Ackermann (GER) +5,98
20. Franziska Gritsch (AUT) +6,12
21. Mina Fürst Holtmann (NOR) +6,46
22. Jessica Hilzinger (GER) +6,47
23. Sara Hector (SWE) +6,48
24. Lara Della Mea (ITA) +6,50
25. Lena Dürr (GER) +6,56
26. Michaela Dygruber (AUT) +6,59
27. Ylva Staalnacke (SWE) +6,75
28. Meta Hrovat (SLO) +6,85
29. Kaja Norbye (NOR) +7,38
30. Jekaterina Tkatschenko (RUS) +8,03

Ausgeschieden im 1. Durchgang u.a.: Katharina Huber (AUT), Marlene Schmotz (GER)
Disqualifiziert im 1. Durchgang: Estelle Alphand (SWE)

Der Stand im Gesamtweltcup:
1. Mikaela Shiffrin (USA) 826 Punkte
2. Petra Vlhova (SVK )513
3. Federica Brignone (ITA) 451
4. Viktoria Rebensburg (GER) 329
5. Michelle Gisin (SUI) 301
6. Wendy Holdener (SUI) 287
7. Mina Fürst Holtmann (NOR) 281
8. Marta Bassino (ITA) 269
8. Katharina Liensberger (AUT) 269
10. Anna Swenn-Larsson (SWE) 235
11. Sofia Goggia (ITA )225
11. Corinne Suter (SUI) 225
13. Nicole Schmidhofer (AUT) 218
14. Tessa Worley (FRA) 190
15. Katharina Truppe (AUT) 178
15. Nina Haver-Löseth (NOR) 178
Weiters:
20. Franziska Gritsch (AUT) 147
23. Stephanie Venier (AUT) 128
25. Tamara Tippler (AUT )118
28. Nina Ortlieb (AUT) 112
40. Ramona Siebenhofer (AUT) 81
42. Mirjam Puchner (AUT )77
44. Ricarda Haaser (AUT) 70
47. Katharina Huber (AUT) 57
51. Chiara Mair (AUT) 53
54. Katharina Gallhuber (AUT) 48
55. Eva-Maria Brem (AUT) 43
72. Elisabeth Reisinger (AUT) 15
84. Anna Veith (AUT) 9
91. Michaela Heider (AUT) 6
93. Michaela Dygruber (AUT) 5

Der Stand in der
Slalom-Wertung:
1. Mikaela Shiffrin (USA) 380 Punkte
2. Petra Vlhova (SVK) 260
3. Katharina Liensberger (AUT) 186
4.
Anna Swenn-Larsson (SWE) 155
5. Michelle Gisin (SUI) 151
6. Nina Haver-Löseth (NOR) 142
7. Wendy Holdener (SUI) 130
8. Christina Ackermann (GER) 122
9. Katharina Truppe (AUT) 109
10. Aline Danioth (SUI) 92
11. Lena Dürr (GER) 78
12. Mina Fürst Holtmann (NOR) 73
13. Emelie Wikström (SWE) 73
14. Kristin Lysdahl (NOR )69
15. Irene Curtoni (ITA) 64
Weiters:

17. Chiara Mair (AUT) 53
19.
Katharina Gallhuber (AUT) 48
20. Katharina Huber (AUT) 46
22. Franziska Gritsch (AUT) 39
44. Michaela Dygruber (AUT)
5

Grünes Licht für Damen-Slalom in Flachau
Übrigens: Der Damen-Slalom im Ski-Weltcup am 14. Jänner in Flachau ist gesichert! Die FIS gab am Samstag nach einer positiven Schnee-Kontrolle grünes Licht für die Flutlicht-Rennen um 18 bzw. 20.45 Uhr.

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