18.12.2019 18:30 |

Rendi-Wagner:

„Es geht für die Partei ums Überleben“

SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner sieht sich trotz großer Kritik weiterhin fest im Sattel. Sie will die Partei sanieren und glaubt an eine türkis-grüne Koalition, sagt sie im Interview bei Puls 24 mit Corinna Milborn.

Es waren keine einfachen Monate für Pamela Rendi-Wagner. Fordernd und emotional sei es gewesen, sagt sie im großen Jahresrückblicksgespräch auf Puls 24. Das kommende Jahr dürfte freilich noch schwieriger werden. Nach den herben Wahlschlappen im Bund sowie in der Steiermark und den darauffolgenden internen Querelen kommt Rendi-Wagner nicht aus der Schusslinie.

Die mächtigen roten Landesfürsten konnten einen internen Putsch zwar noch im Keim ersticken, dennoch gilt Rendi-Wagner als Wackelkandidatin. Im Interview stellt sie das in Abrede. Nach wie vor sei sie fest entschlossen, die „Partei zu sanieren und zu modernisieren und in eine neue Zukunft zu führen“.

„Müssen wieder geeint auftreten“
Die gegenwärtig schlechten Umfragewerte bezeichnet sie als „Trend, an dem alle in der Partei schuld sind“. Die Partei müsse wieder geeint auftreten und gemeinsame Positionen einnehmen, so Rendi-Wagner.

Einschneidende Ereignisse in der jüngsten Vergangenheit, wie zum Beispiel die Kündigungen von Parteimitarbeitern, bezeichnet die SPÖ-Chefin als „schmerzvoll, aber notwendig“, da man sonst Insolvenz anmelden hätte müssen. Für die Partei gehe es „jetzt ums Überleben“ - und man „habe genug gestritten“.

Obergrenze von 500.000 Euro für Manager?
Angesprochen auf die Millionengage von Dietmar Hoscher, dem ehemaligen Vorstand der Casinos Austria, meint Rendi-Wagner, sie möchte künftig hohe Abfindungen von Vorständen. Die SPÖ-Chefin kann sich hier eine Obergrenze von 500.000 Euro vorstellen. Die Schuld sieht sie allerdings bei ÖVP und FPÖ unter der Regierung Schüssel.

Rendi-Wagner geht davon aus, dass es zu einer Koalition zwischen Türkis und Grün kommen wird. „Die Verhandlungen dauern schon sehr lange, ich hoffe, dass es bald zu einem Abschluss kommt“, sagt sie. Eine Minderheitsregierung von Kurz würde sie nicht unterstützen.

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Die Verhandlungen dauern schon sehr lange.

Pamela Rendi-Wagner über Türkis-Grün

SPÖ konzentriert sich auf kommende Wahlen
Für das kommende Jahr wird sich die SPÖ auf die Wahlen im Burgenland und Wien konzentrieren. Wien sei bei Michael Ludwig in sicherer Hand. „Doskozil muss selbst wissen, was das Beste für das Bundeland ist“, sagt Rendi-Wagner, angesprochen darauf, ob die SPÖ im Burgenland wieder mit der FPÖ koalieren soll.

Ihre Vorsätze für das neue Jahr? „Als Ärztin möchte ich auf eine gesündere Ernährung achten“, sagt sie. Einen anderen Parteichef würde sie aktuell nicht auf eine Berghütte mitnehmen. Nach zwei Wahlen sei die Neugierde aufeinander begrenzt, meint sie.

Das ganze Interview mit Pamela Rendi-Wagner sehen Sie auf Puls 24!

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